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MV aktuell An diesen Seen in MV droht Gefahr durch Blaualgen und Saugwürmer
Nachrichten MV aktuell An diesen Seen in MV droht Gefahr durch Blaualgen und Saugwürmer
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11:00 29.08.2019
Algenteppich auf einem Gewässer (Symbolfoto). Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
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Rostock

Badeverbote wurden in mehreren Seen in Mecklenburg-Vorpommern verhängt. Grund: Das heiße Sommerwetter lässt unter anderem Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen, gedeihen. So darf bis zum Ende der Saison nicht im Göldenitzer See nahe Rostock gebadet werden. Die Belastung mit Blaualgen und Keimen sei zu hoch, warnt die Kreisverwaltung. Die Untere Wasserbehörde und das Gesundheitsamt haben Ermittlungen zur Ursache der anhaltenden Verschmutzung aufgenommen.

Auch die Badestellen Rieth am Neuwarper See und Pampow am Thursee (beides Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind wegen Blaualgen gesperrt, informiert das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus). Warnungen vor Blaualgen gibt es zudem für den Sildemower und Horster See sowie für den Langen, den Hofsee und den Stassower See (alle bei Rostock).

Gefahren an Badeseen in MV- Quelle: Benjamin Barz

Verschlucken des Wassers kann zu Erbrechen führen

„Bei hochsommerlichen Temperaturen ist gerade in kleineren Binnenseen immer mal wieder mit der sogenannten Blaualgenblüte zu rechnen“, informiert Lagus-Sprecherin Anja Neutzling. In der Regel führten zu viele Nährstoffe in Gewässern zur Bildung von Blaualgen im Wasser, vor allem in Verbindung mit hohen Temperaturen. Die Nährstoffe gelangen oft durch intensive Düngung in der Landwirtschaft in die Gewässer. Einige Blaualgenarten sondern giftige Stoffe, sogenannte Toxine, ab. Das Verschlucken des Wassers kann deshalb zu Durchfall und Erbrechen führen. Insbesondere Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten in betroffenen Seen nicht baden. Auch badende Hunde können gefährdet werden.

Bei Wind lösen sich Algenfelder schnell auf

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Generell können – bei entsprechenden Windverhältnissen – Blaualgen auch an die Küsten der Ostsee getrieben werden. Bei starkem Wind und Wellengang lösen sich solche Algenfelder jedoch schnell auf, weshalb sich die Situation vor Ort innerhalb von Stunden ändern kann. Derzeit gibt es für die Ostseeküste keine Warnungen. Lediglich auf vereinzelt auftretende Feuerquallen sollte man achten.

Vorsicht ist jedoch an einzelnen Badestellen am Schweriner See geboten: Hier wird vor Zekarien gewarnt, kleinen Larven von Saugwürmern, die sich in die Haut von Schwimmern bohren können. Und auch für den Lankower und den Ostorfer See (beide bei Schwerin) gibt es Warnungen vor Gesundheitsgefahren. Verschmutzungen und der hohe pH-Wert des Wassers könnten Hautreizungen hervorrufen.

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