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Anschlag auf FDP-Frau und Tochter in Barth

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13:43 09.02.2020
Karoline Preisler ist über den Feuerwerk-Anschlag entsetzt. Quelle: privat
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Barth

Die aufgeheizte Stimmung nach der umstrittenen Wahl eines FDP-Mannes zum Ministerpräsidenten in Thüringen mit AfD-Stimmen hat möglicherweise einen Gewalt-Zwischenfall in MV nach sich gezogen. Auf die Barther FDP-Frau Karoline Preisler und eines ihrer Kinder hat es am Wochenende einen Feuerwerk-Anschlag gegeben. Preisler veröffentlichte die Nachricht über Twitter: „Die Jüngste hat es in ihrer Unschuld für ein Jugendfeuerwerk gehalten, als das Haus, sie und ich heute mit Feuerwerk beschossen wurden“, heißt es da. Weiter: „Es gibt Menschen, die stoppen nicht für kleine weiche Kinderkörper. Ich gehe jetzt heulen“, schreibt Preisler und veröffentlicht dahinter den Hashtag #hass. Preisler war FDP-Spitzenkandidatin in MV zur Europawahl und ist mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Hagen Reinhold liiert.

Europa-Politikerin: „Ein widerliches Ereignis“

Die Reaktionen bei Twitter sind unmissverständlich. Preisler erhält viel Unterstützung und Trost. Die FDP-Europaabgeordnete Nicola Beer reagiert: „Dieses widerliche Ereignis zeigt, wie wichtig ist, wofür wir einstehen: Die Mitte stärken.“

FDP-Landeschef Domke entsetzt über zunehmende Verrohung

Auch FDP-Landeschef René Domke ist geschockt. Einerseits stünden FDP-Leute auf der „Todesliste“ des rechtsextremen Terrornetzwerks „Nordkreuz“, andererseits würden Parteimitglieder nach den Ereignissen in Thüringen als „Nazis“ beschimpft. „Das ist unerträglich“, so Domke. „Wir sind in einer Situation, in der die Verrohung kein Ende nimmt.“

Die Polizei in Barth bestätigt den Vorfall. „Die Ermittlungen zu dem Sachverhalt laufen“, sagt eine Beamte. Karoline Preisler hält sich auf OZ-Anfrage bedeckt. Sie wolle nicht über Motive zur Tat spekulieren. „Meine Tochter und ich sind mit einem Schrecken davongekommen.“

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Von Frank Pubantz

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