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MV aktuell Ansturm nach dem Fest: Handel startet noch mal durch
Nachrichten MV aktuell Ansturm nach dem Fest: Handel startet noch mal durch
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11:15 28.12.2018
Fröhliches Shoppen: In Rostock schlendern Gabi Lewin (von links) und Ehemann Jörg Lewin, Meike Voigtsberger, Nicole Novikova und Pia Poppenburg durch die Innenstadt. Quelle: Marko Berkholz
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Rostock

Volle Innenstädte in Mecklenburg-Vorpommern: Nach den Weihnachtsfeiertagen drängen die Kunden seit Donnerstag in die Läden und Kaufhäuser. Gutscheine werden eingelöst, Geldgeschenke umgesetzt, das eine oder andere Präsent wird umgetauscht. Das Nach-Weihnachtsgeschäft habe eine „große Bedeutung“ für den Einzelhandel, sagt der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Nord, Dierk Böckenholt.

Vor allem Lebensmittel würden jetzt gekauft, denn die Kühlschränke müssen nach den Feiertagen wieder aufgefüllt werden. Ohnehin habe der Lebensmittel-Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft laut Verband bislang gute Ergebnisse erzielt. Im Gegensatz etwa zum Textilhandel. „Bei Bekleidung oder Schuhen lief es noch nicht sehr gut“, so Böckenholt. Da lägen die Verkäufe „noch hinter den Erwartungen zurück“. Grund sei das wärmere Wetter.

Rund ein Fünftel des Jahresumsatzes mache Galeria Kaufhof im Weihnachtsgeschäft

Galerie Kaufhof in Rostock lockt derzeit mit Rabatten auf Textilien. „Das kommt sehr gut an“, erklärt Geschäftsführer Johannes Hülsmann. Bereits am Donnerstag sei es voll gewesen im Kaufhof. „Und die Stimmung ist gut.“ Nach dem Weihnachtsfest seien die Kunden entspannt, viele hätten frei. Hülsmann: „Das Zwischenjahres-Geschäft gewinnt an Bedeutung.“ Auch weil immer mehr Gutscheine und Geld verschenkt werden. Rund ein Fünftel des Jahresumsatzes mache Galeria Kaufhof im Weihnachtsgeschäft von Mitte November bis Ende Dezember.

Kunden lösen Gutscheine ein und tauschen Geschenke um – oder sie haben vorgesorgt.

Beliebt bei Gutscheinen seien beispielsweise Unterhaltungselektronik oder Bekleidung, sagt Böckenholt. Mit einem Gutschein könnten die Beschenkten sich ihre Kleidungsstücke nach Größe oder Farbe selbst auswählen – was auch dazu führt, dass immer weniger Geschenke umgetauscht werden müssen.

Dass der Umtausch rückläufig ist, bestätigt der Prokurist des Kaufhauses Stolz, Dieter Deike. Zugleich würden Gutscheine stärker nachgefragt, etwa für Spielwaren, Elektronik oder Parfüm. „Viele dieser Gutscheine werden jetzt eingelöst“, sagt Deike. Ein Nebeneffekt: Viele Kunden kaufen dann noch zusätzlich etwas. Bei Stolz – das Unternehmen betreibt in MV 19 Filialen – machen in diesen Tagen besonders die Kaufhäuser an touristischen Standorten wie Born auf dem Darß oder Zingst gute Geschäfte.

Guter Betrieb im Fahrrad-Fachmarkt

Im Fahrrad-Fachmarkt Bike Market herrscht derzeit ebenfalls „guter Betrieb“, sagt der kaufmännische Leiter, André Albrecht. Nach Weihnachten seien Fahrräder und Zubehör, etwa Helme, Jacken oder spezielle Fahrradschuhe, sehr gefragt. Vor Weihnachten wurden eher Kinderfahrräder und Laufräder gekauft, „die man gut unter dem Weihnachtsbaum platzieren kann“, erklärt Albrecht.

Gutscheine sind drei Jahre gültig

Ein Gutschein ist nach Angaben des Einzelhandelsverbands Nord „grundsätzlich drei Jahre gültig, denn jeder allgemeine zivilrechtliche Anspruch verjährt in drei Jahren“. Gerechnet werden die drei Jahre ab dem Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde (§§ 195, 199 BGB). Nur ausnahmsweise dürfe eine kürzere Frist vereinbart werden, wenn besondere Umstände eine frühere Einlösung erfordern.

Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft, das noch bis Ende Dezember läuft, rechnet die Branche mit einem Umsatz in MV von rund 1,6 Milliarden Euro. „Wir gehen davon aus, dass wir unsere Prognose von plus zwei Prozent in diesem Weihnachtsgeschäft erreichen werden“, so Böckenholt. Auf das Gesamtjahr bezogen würde der Umsatz aber unter dem angenommenen Plus von 2,3 Prozent liegen. Einen deutlicheren Anstieg verzeichne der Online-Handel, der „wohl im zweistelligen Bereich zulegen“ werde.

Die vielen Sendungen aus dem Online-Handel merkt auch die Post. „In den Postfilialen ist noch gut zu tun“, sagt der Sprecher Jens-Uwe Hogardt. Die Menge der Sendungen bleibe auch nach Weihnachten auf hohem Niveau. Erfahrungsgemäß lasse das Aufkommen erst im Januar etwas nach.

Axel Meyer

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