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MV aktuell Arbeitslosigkeit in MV steigt minimal
Nachrichten MV aktuell Arbeitslosigkeit in MV steigt minimal
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22:26 01.03.2013
Heute werden die aktuellen Arbeitslosenzahlen bekannt gegeben. Foto: Zentralbild
Schwerin

Die Arbeitslosenquote stieg minimal von 13,6 auf 13,7 Prozent. „Dieser leichte Anstieg ist saisonal typisch“, erklärte die Chefin der Arbeitsagentur Nord, Margit Haupt-Koopmann, am Donnerstag in Kiel und verwies zugleich auf die steigende Zahl freier Stellen.

„Zwar haben wir in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt noch nicht das Vorjahresniveau erreicht, doch ich finde es erfreulich, dass wir gegenüber dem Vormonat Januar ein Plus von 1300 Stellen oder 50,3 Prozent melden können“, erklärte die Agenturchefin. Auch im Vergleich zum Februar 2012 sei das ein ungewöhnlich hoher Zuwachs. Damals habe das Plus 900 Stellen betragen.

Haupt-Koopmann zeigte sich erfreut über den Trend am Arbeitsmarkt. Die aktuelle Zahl von 115 800 Arbeitslosen liege um 4700 unter der vom Februar 2012 und sei der niedrigste Februar-Wert seit der Wende. Dennoch trug Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der Bundesländer erneut die Rote Laterne. Sachsen-Anhalt hatte mit 12,6 Prozent die zweitschlechteste Arbeitslosenquote, am niedrigsten war sie in Baden-Württemberg mit 4,3.

Bundesweit wuchs die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 18 000 auf 3 156 000. Das waren unverändert 7,4 Prozent der Erwerbspersonen. Die geringste Quote unter den Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet weiterhin Ludwigslust-Parchim mit 9,4 Prozent, die höchste Vorpommern-Rügen mit 17,6 Prozent.

Den Anstieg bei den gemeldeten Stellenangeboten wertete Sozial-Staatssekretär Nikolaus Voss als Zeichen dafür, dass die Unternehmen im Land erkannt haben, „dass sie die Fachkräfte von morgen schon heute gewinnen müssen“. Voss zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Februar der Jahreshöchststand bei den Arbeitslosenzahlen erreicht ist und ab März ein deutlicher Rückgang einsetzt. Allerdings bedauerte er - wie auch Haupt-Koopmann -, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei 520 000 stagniert.

„Der Bedarf an Fachkräften in wichtigen Wirtschaftsbereichen wächst. Die Unternehmen stellen ein. Dies ist ein gutes Zeichen für eine anstehende Frühjahrsbelebung“, stellte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) fest. Im Gesundheits- und Sozialwesen hätten derzeit 1400 Menschen mehr einen Job als vor einem Jahr, im verarbeitenden Gewerbe betrage das Plus 1300, im Gastgewerbe 700. Rückläufig seien die Zahlen vor allem in der Zeitarbeit mit minus 1000 und im Baugewerbe mit minus 600.

Unter Hinweis auf die weiterhin hohe Arbeitslosenquote und das niedrige Lohnniveau forderte die Grünen-Politikerin Silke Gajek die Landesregierung auf, die EU-Strukturfondsmittel sinnvoll zur Schaffung langfristiger, zukunftsfähiger und guter Arbeitsplätze einzusetzen.

Henning Foerster von der Linksfraktion im Landtag verwies darauf, dass die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre seit September um 10 500 gestiegen sei und auch die der arbeitsuchenden Schwerbehinderten wachse. Er machte dafür auch Veränderungen in der Arbeitsmarktförderung verantwortlich und forderte eine Umkehr.

dpa

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