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MV aktuell Aufsichtsrat will Löschner rauswerfen
Nachrichten MV aktuell Aufsichtsrat will Löschner rauswerfen
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01:23 01.07.2014
Intendant Dirk Löschner. Quelle: Cornelius Kettler
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Greifswald

Kurz vor der Debatte um die von Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) verordnete Umstrukturierung der Theaterlandschaft im Osten des Landes will der Aufsichtsrat des Theaters Vorpommern Intendant Dirk Löschner loswerden.

Nach bestätigten OZ-Informationen soll das elfköpfige Gremium am vergangenen Dienstag Löschners Rauswurf beschlossen haben. Anschließend sei Verschwiegenheit vereinbart worden, hieß es.

Wie gestern aber aus Kreisen des Aufsichtsrates verlautete, sei die Kündigung Löschners zum 31. Juli 2015 mit fünf zu zwei Stimmen befürwortet worden. Zwei Mitglieder hatten sich des Votums enthalten, zwei weitere seien in der Sitzung nicht anwesend gewesen. „Ich habe diese überraschende Entscheidung zur Kenntnis genommen“, sagte Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow. Nun sei unklar, wie es weitergeht. Badrow ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Theaters, zu der neben ihm Greifswalds OB Arthur König und der Landrat von Vorpommern-Rügen, Ralf Drescher, (alle CDU) gehören.

Eine für heute geplante Zusammenkunft der Gesellschafter, die in der Sache das letzte Wort haben, ist nach dem Bekanntwerden der Entscheidung des Aufsichtsrates auf den 18. Juli verschoben worden, „weil es Gesprächsbedarf gibt“, wie Badrow sagte.

Stralsund und Greifswald halten 94 Prozent der Anteile an der Theater Vorpommern GmbH. Der Landkreis Vorpommern-Rügen ist auf Grund der Bespielbühne in Putbus mit sechs Prozent beteiligt.

Löschners Arbeitsvertrag, der auf fünf Jahre befristet ist, beinhaltet nach drei Jahren eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass die Gesellschafter mit seinem Kurs nicht einverstanden sind. Dieser Zeitpunkt wäre im Juli 2015. Der 47-Jährige war 2012 vom Theater in Stendal (Sachsen-Anhalt) nach Vorpommern gewechselt, um hier die Nachfolge von Intendant Anton Nekovar und Geschäftsführer Hans-Peter Ickrath anzutreten. Beide galten als zerstritten. Löschner übt beide Funktionen in Personalunion aus. Er selbst sprach von Missverständnissen, die ausgeräumt werden könnten. „Man darf das Kind nicht gleich mit dem Bade ausschütten. Es ist nicht gut, jetzt wieder Unruhe ins Haus zu bringen.“

Rainer Steffens (CDU), der Vorsitzende des Aufsichtsrates, wollte den Beschluss gestern nicht kommentieren. Benjamin Fischer



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