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Auftrag für neues MKS180: Werft German Naval Yards Kiel will Vergabe juristisch anfechten

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14:50 20.01.2020
Die Werft German Naval Yards in Kiel will um den Auftrag fürs MKS 180 kämpfen. Quelle: Frank Behling
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Kiel/Wolgast

„Nach gründlicher Prüfung haben wir uns entschieden, die Vergabeentscheidung zu rügen“, sagte ein Sprecher der Kieler Werft German Naval Yards (GNY). Wie berichtet, hatte das Bundesamt nach fast sechsmonatiger Prüfung der Angebote in der vergangenen Woche der niederländischen Damen-Gruppe den Zuschlag zum Bau der neuen Kampfschiffe (MKS 180) erteilt.

Das Mehrzweckkampfschiff 180 wird das größte und teuerste Rüstungsprojekt in der Geschichte der Deutschen Marine. In einem jahrelangen Bieterverfahren hatten sich zum Schluss nur die Kieler Werft German Naval Yards und die Schelde-Werft der Damen Gruppe behaupten können.

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Die Damen Gruppe will die Schiffe zusammen mit der Bremer Lürssen Gruppe in Hamburg montieren lassen. Auch die Peene-Werft Wolgast bekäme ein Stück vom Kuchen. Design und Zulieferungen kommen jedoch komplett aus den Niederlanden.

German Naval Yards hatte bereits einmal Erfolg

„Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung und werden deshalb alle juristischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, ausschöpfen“, so der GNY-Sprecher. Damit macht GNY von seinem im Vergaberecht bestehenden Recht Gebrauch, die Entscheidung überprüfen zu lassen.

Mit so einem Schritt hatte die Werft bereits einmal Erfolg. 2017 legte German Naval Yards auch gegen die Vergabe von fünf Korvetten des zweiten Loses K130 für die deutsche Marine juristische Mittel ein.

Damals sollte der Neubau ohne Ausschreibung von dem Bundesamt an die Werften Lürssen und TKMS vergeben werden. Nach einer kartellrechtlichen Prüfung musste die Vergabe nachgebessert werden.

Die Kieler Werft ist jetzt mit dem Bau von drei Vorschiffen an den Korvetten beteiligt. 

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Von Frank Behling/RND

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