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MV aktuell MV legt beim Import weiter zu – hat aber noch viel Luft nach oben
Nachrichten MV aktuell MV legt beim Import weiter zu – hat aber noch viel Luft nach oben
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18:28 27.02.2019
Im Rostocker Überseehafen werden viele Waren und Güter für den Im- und Export umgeschlagen. Quelle: Frank Söllner
Schwerin/Rostock

Ein Anstieg bei den Importen beschert Mecklenburg-Vorpommern einen Rekord im Außenhandel. Im vergangenen Jahr seien Waren und Güter im Wert von rund 13,8 Milliarden Euro ein- oder ausgeführt worden, teilte der Chef der Schweriner Staatskanzlei, Reinhard Meyer, jetzt mit. „Das ist das höchste Außenhandelsvolumen in der Geschichte des Landes“, erklärte Meyer.

Während die Exporte mit 7,2 Milliarden Euro so hoch ausfielen wie in den beiden Vorjahren, legten die Importe um rund fünf Prozent zu. Aus dem Ausland seien demnach Waren im Wert von 6,6 Milliarden Euro im Jahr 2018 nach MV eingeführt worden. Hauptimportgüter waren Mineralölerzeugnisse wie Heizöle, Schmieröle und Propan, sowie Papier, Pappe, Eisen-, Blech- und Metallwaren. „Auch der Import sichert Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern, beispielsweise in den Häfen und der Logistikbranche“, betonte Meyer.

Import sichert Arbeitsplätze

„Durch den Import von Papier entsteht Wertschöpfung und Beschäftigung bei den Fähr- und RoRo-Anbietern, beim Umschlag, der Lagerung sowie beim Weitertransport des Papiers zu den Empfängern“, sagt der Sprecher der Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock, Christian Hardt. Das gelte z. B. auch für den Import von Stahlblechen über See aus dem Ausland für die Rohrproduktion bei EEW oder auch für den Import von Diesel.

„Die deutliche Zunahme an Rohwaren wie Eisen und Bleche lässt sich ganz sicher unter anderem mit dem Produktionsstart der MV Werften begründen“, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände MV, Sven Müller. Dies zeige, „wie wichtig und richtig es ist, den industriellen Kern in MV zu stärken“. Dabei dürfe das mittelständisch geprägte Verarbeitende Gewerbe des Landes jedoch nicht vernachlässigt werden. Müller: „Ein gesunder und zukunftsfester Mittelstand sichert und schafft neue Arbeitsplätze.“

Nachholbedarf beim Export

Die Hauptexportgüter waren den Angaben zufolge neben Eisen-, Blech- und Metallwaren auch Geräte zur Elektrizitätserzeugung sowie Weizen. „Eine ganze Reihe von Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern sind auf internationalen Märkten präsent“, sagte Meyer. Es gebe aber „noch Steigerungsmöglichkeiten beim Export“. Die Landesregierung werde ihre Außenwirtschaftsaktivitäten weiter fortsetzen. Dazu gehörten Reisen von Unternehmensdelegationen, Teilnahme an Messen und Beratung.

„Beim Export hat Mecklenburg-Vorpommern großen Nachholbedarf“, betont auch der Außenhandelsexperte der Industrie- und Handelskammer Rostock (IHK), Mario Rothaupt. Der Kern des Problems sei die „schwache industrielle Basis“ im Nordosten. Industrielle Ansiedlungen sollten daher verstärkt gefördert werden, etwa durch die Ausweisung neuer Gewerbegebiete im Rostocker Überseehafen. Rothaupt: „Wenn wir mehr exportieren wollen, brauchen wir mehr Industrie.“ Beispiele für „industrielle Leuchttürme“ seien Firmen wie Liebherr und Nordex mit hohen Exportquoten.

Polen ist größter Außenhandelsparter

Die meisten Güter und Waren wurden 2018 wie im Vorjahr mit Polen gehandelt. „Es gibt inzwischen einen alltäglichen wirtschaftlichen Austausch mit unseren polnischen Nachbarn“, erklärte Staatssekretär Meyer. In der Rangliste der wichtigsten Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns folgen die Niederlande, Schweden, Dänemark und Finnland.

Insgesamt müsse sich die Wirtschaft des Landes „noch internationaler aufstellen“, so der Staatskanzlei-Chef. Der Außenhandel biete den Unternehmen „große Chancen“. Meyer: „Die Landesregierung, aber auch die Industrie- und Handelskammern unterstützen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg ins Auslandsgeschäft.“

Axel Meyer

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