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MV aktuell Badegewässer in MV haben „hervorragende“ Qualität
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18:44 15.05.2019
Wirtschaftsminister Harry Glawe und Erster Direktor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Heiko Will präsentieren die Badegewässerkarte für das Jahr 2019. Quelle: Pauline Rabe
Warnemünde

Pünktlich zum Start der Badesaison hat Wirtschaftsminister Harry Glawe den Badegewässern in MV eine „hervorragende“ Qualität bescheinigt. „Damit halten wir das Niveau der vergangenen Jahre“, sagte er bei der Vorstellung der Badewasserkarte 2019 am Mittwoch. Von 500 Badestellen im Land seien 98 Prozent als „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet worden. Nur zwei Badegewässer seien weiter auffällig und als „mangelhaft“ eingestuft worden.

Rund 2800 Proben wurden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) im vergangenen Jahr ausgewertet. „13 dieser Proben haben die Normwerte der Indikatorenkeime E.Coli und Enterokokken überschritten“, sagte Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. Zu den Badestellen, die als „mangelhaft“ bewertet worden sind, zähle erneut Tremt am Strelasund. Neu hinzugekommen sei Vogelsang am Stettiner Haff. Da das Gewässer bei Tremt bei der EU gemeldet ist, sei wiederholt ein Badeverbot für die gesamte Saison durch das Gesundheitsamt erteilt worden.

Ursache für Keimbelastung noch nicht gefunden

„Wir haben noch nicht hundertprozentig herausgefunden, wie die Keime dort ins Wasser gelangen“, sagte Will. Es müsse noch geklärt werden, ob tatsächlich die regionale Kläranlage in der Nähe oder doch andere Ursachen verantwortlich sind. In Vogelsang sei die „mangelhafte“ Bewertung aufgrund von starken Schwankungen der Werte zustande gekommen. 2018 sei die Badestelle noch als „ausgezeichnet“ ausgeschrieben worden. „Bis wir die Erklärung dafür finden, wird es noch dauern“, sagte Will. Die Zuleitung sei derzeit trockengelegt und es könnten keine Messungen vorgenommen werden.

An allen anderen Badestellen des Landes könne aber bedenklos baden gegangen werden. „Ich empfehle es sogar jedem Urlauber ausdrücklich“, sagte Glawe. Der Super-Sommer im vergangenen Jahr habe für einen Rekordwert von 30,9 Millionen Übernachtungen gesorgt. Jeder zweite Urlauber sei zum Badeurlaub nach MV gekommen. Das setze Maßstäbe, die immer wieder neu erfüllt werden müssen. Im internationalen Vergleich liegen die deutschen Gewässer bereits weit vorn: In der Badesaison 2017 waren von 2287 Gewässern knapp 97 Prozent von „ausgezeichneter“ bis „guter“ Qualität. In Frankreich erzielten von 3379 Gewässern nur 91 Prozent diese Bewertung.

Barrierefreiheit im Blick

Zusätzlich zur Qualität des Wassers wies Glawe auf die Erweiterung der Badewasserkarte mit Informationen zur Barrierefreiheit hin. „In den Urlaub zu fahren oder einen Ausflug zu machen, ist für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oftmals mit erhöhtem Aufwand verbunden“, sagte er. So können sich Betroffene auf der Internetseite darüber informieren, ob ein Zugang zum Wasser möglich ist oder entsprechende Toiletten vorhanden sind. In Waren an der Müritz gibt es zum Beispiel einen mobilen Lift und in Ahlbeck auf der Insel Usedom können Strandrollstühle und barrierefreie Strandkörbe gemietet werden.

Pauline Rabe

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