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MV aktuell „Badem Grill“ ist beliebtester Dönerladen in Wismar
Nachrichten MV aktuell „Badem Grill“ ist beliebtester Dönerladen in Wismar
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13:22 12.09.2019
Jana Popa, Chefin vom Badem Grill, mit den Mitarbeitern Mehmet Yilmaz, Caglar Sipar und Vakkas Yilmaz (v. l.) Quelle: Haike Werfel
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Wismar

Große Freude im „Badem Grill“. Der Schnellimbiss am Philosophenweg ist mit 28,4 Prozent der beliebteste Dönerladen in Wismar und Umgebung. Damit hat er sich fürs Finale im OZ-Döner-Test qualifiziert.

376 Kunden stimmten für das Bistro. Auf Platz 2 kam der Antalya Döner im Promenadencenter am Friedenshof (331 Stimmen, 25 Prozent) mit nur einer Stimme vor dem Euro Grill Döner Kebab in Wendorf. Zehn Dönerläden sind insgesamt für die Region vorgeschlagen worden. 1326 Kunden haben sich an der Online-Abstimmung beteiligt.

Hier beim OZ-Dönerladen-Test abstimmen

Hier können Sie entscheiden, welcher Döner-Imbiss den Titel „Beliebtester Dönerladen von MV“ verdient. Zuvor haben wir hunderte Vorschläge der OZ-Leser eingesammelt und elf regionale Sieger gekürt. Nun treten diese Gewinner gegeneinander an. Unter allen Teilnehmern der Umfragen verlosen wir drei Döner-Gutscheine im Wert von jeweils 50 Euro – für einen Laden Ihrer Wahl.

 Abstimmung über den beliebtesten Dönerladen in MV

Bei den Gewinnern könnte die Stimmung nicht besser sein. Mehmet Yilmaz lacht: „Da haben noch nicht mal die Leute von dort drüben mitgemacht.“ Er nickt mit dem Kopf in Richtung Wallensteingraben. Dort wohnen vor allem ältere Menschen, von denen viele regelmäßig beim Badem Grill vorbeischauen.

Seit 2003 in Wismar

2003 kam Mehmet Yilmaz aus Berlin nach Wismar. Dort war er über zehn Jahre im Dönergeschäft tätig. Von seinem Meister hat er gelernt, wie man feine Streifen vom Fleischspieß abschneidet. „Sie müssen dünn sein“, erklärt der 43-Jährige. Das geht am besten von Hand. Mit dem Messer. „Der beste Meister kommt vom Handwerk“, sagt der große kräftige Mann stolz.

Mehmet Yilmaz schneidet dünne Streifen vom Lammspieß. Quelle: Haike Werfel

Er hat den Schnellimbiss vor Jahren vom früheren Inhaber Badem übernommen. Jetzt will er aber kürzer treten. Seit Juli hat das Bistro, in dem vier Männer türkischer Abstammung arbeiten, eine Chefin: die Wismarerin Jana Popa. „Ich nehme Mehmet den Schreibkram ab“, sagt die 45-Jährige.

Sie kann sich denken, warum es den Gästen im Badem Grill so gut schmeckt. „Bei uns ist alles frisch: die Salate, die Soßen – die rühren wir selbst an. Und Mehmet probiert jeden neuen Fleischspieß und auch das Brot. Er hat die Anbieter schon mal gewechselt, als er nicht überzeugt war“, erzählt Jana Popa. Und ihr Mitarbeiter ergänzt: „Was ich nicht selber esse, gebe ich den Kunden nicht.“

„Küche ist das Fundament“

In dem Schnellimbiss kommt es, wie der Name sagt, auf die Verkaufsgeschwindigkeit an. „Da bleiben die Salate frisch“, erklärt Mehmet Yilmaz und zeigt auf die Kühlung von sechs, sieben Grad. Wichtig sei zudem das Mengenverhältnis im Döner. „Salat und Fleisch muss gleich sein.“ Und die fünf Soßen macht Mehmet Yilmaz nach einem Rezept seines Meisters. „Das ist geheim“, sagt er lächelnd und schickt hinterher: „Die Küche ist das Fundament.“

Freundliche Bedienung

Der Döner ist neben Hamburger und Pizza das Hauptgeschäft, am liebsten nehmen ihn die Kunden mit Lammfleisch. Dazu bevorzugen die meisten die Kräuter- und die Knoblauchsoße. „Wir haben verschiedene Döner probiert, aber hier schmeckt er uns am besten“, sagt ein Familienvater aus Bobitz. Auch Manfred Dinse ist Stammkunde. „Einmal die Woche hole ich mir und meiner Frau einen Kinderdöner zum Abendbrot“, verrät der 72-Jährige und lobt: „Die Mitarbeiter sind hier sehr entgegenkommend und freundlich.“

Cagdar Sipar mit einer türkischen Pizza. Quelle: Haike Werfel

Manchmal stehen die Kunden Schlange im Badem Grill, 30 bis 40 bis auf die Terrasse hinaus. Selbst im Regen würden sie sich anstellen. „Es gibt Leute, die warten bis zu vierzig Minuten auf ihren Döner“, erzählt Caglar Sipar (27). Und es gibt laut Jana Popa auch welche, die wieder gehen, wenn Mehmet nicht im Laden steht. Er bleibt der heimliche Chef.

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Von Haike Werfel

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