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MV aktuell Bauern im Nordosten wollen besseres Image
Nachrichten MV aktuell Bauern im Nordosten wollen besseres Image
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00:00 10.03.2015
Rainer Tietböhl, Bauern- präsident Ove Arscholl Quelle: Foto:
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Linstow

Die Landwirte in MV sehen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Vor allem Kritik an nicht artgerechter Tierhaltung sei unbegründet und oft ideologisch motiviert, sagte Bauernpräsident Rainer Tietböhl gestern beim Landwirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Linstow (Landkreis Rostock). „Bei Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Hofes werden wir immer gelobt und die gleichen Leute demonstrieren am nächsten Tag gegen uns“, sagte Tietböhl. Gegen solche „Schreihälse“ müsse man vorgehen.

Unterstützung bekam Tietböhl von Peter Bleser (CDU), parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium: Es gebe politische Gruppen, die sich auf Kosten der Landwirte profilieren wollten. So forderten etwa die Grünen eine Agrarwende, die praktisch nicht umsetzbar sei. Auch in den Medien laufe gegen die Bauern eine „Kampagne, die fern von der Realität ist“. Nicht zuletzt trage auch der Verbraucher eine Mitschuld am schlechten Image: Einerseits fordere er eine tier- und umweltgerechtere Landwirtschaft, andererseits greife er aber an der Ladentheke zu billigen Produkten. „Es gibt einen Unterschied zwischen den Wünschen und dem Verhalten der Verbraucher“, konstatierte Bleser.

Ähnlich äußerte sich Martin Banse, Leiter des Thünen-Instituts für Marktanalyse. „Jeder will günstiges Fleisch, aber keiner will einen Schweinestall vor der Tür.“ Banse forderte aber auch eine Diskussionskultur, in der die berechtigten Erwartungen der Gesellschaft zum Schutz von Boden, Wasser und Tier berücksichtigt werden.

Bleser sagte, in Deutschland gebe es in puncto Tierschutz die modernsten Haltungsbedingungen weltweit. Dies müsse nur besser vermittelt werden: „Die Leute wissen gar nicht, was los ist.“

Tietböhl forderte die Politik auf, für mehr Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu sorgen, um junge Leute zu halten. Von Zuwanderung hält der Bauernpräsident dagegen offenbar nicht viel: Darauf angesprochen, ob sich auch schon „Aishe und Abdul“ in der Landwirtschaft in MV engagierten, entgegnete er: „Nein, zum Glück.“ axb



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