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MV aktuell Beschäftigungszuwachs in MV – Plus aber unter Bundesdurchschnitt
Nachrichten MV aktuell Beschäftigungszuwachs in MV – Plus aber unter Bundesdurchschnitt
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17:41 29.01.2019
Ein Schweißer demonstriert in einer Werkstatt das Gasschweißen. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Schwerin

Die anhaltend gute Konjunktur schlägt sich auch in einem Beschäftigungszuwachs in Mecklenburg-Vorpommern nieder. Allerdings fiel der Anstieg 2018 mit 0,8 Prozent nur gut halb so stark aus wie im Bundesdurchschnitt. Das geht aus den Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung von Bund und Ländern hervor, deren Regionalergebnisse am Dienstag vom Statistischen Amt in Schwerin veröffentlicht wurden.

Demnach fiel der Beschäftigungszuwachs in den ostdeutschen Flächenländern geringer aus als in den meisten Westländern und in Berlin, das mit 2,4 Prozent das größte Plus verzeichnete. In ganz Deutschland stieg die Zahl der Erwerbstätigen binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent und erreichte im Jahresschnitt mit 44,8 Millionen den höchsten Stand seit 1991.

In Mecklenburg-Vorpommern erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen auf 759 000. Das waren fast 6000 mehr als 2017. Nach jahrelang rückläufiger Tendenz zeigt die Beschäftigungskurve im Nordosten seit 2014 kontinuierlich nach oben. Besonders kräftig legte 2018 das Produzierende Gewerbe mit einem Plus von 1,7 Prozent zu, was knapp über dem Bundesdurchschnitt lag. Auch die Landwirtschaft legte mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent deutlich mehr zu als die Branche bundesweit. Geringer war der Beschäftigungszuwachs hingegen im Dienstleistungsbereich mit 0,5 Prozent.

Laut Statistikamt entstanden vor allem sozialversicherungspflichtige Jobs, oft als Vollzeitstellen. Der Anteil marginaler Beschäftigung sei im Vorjahr in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurückgegangen, hieß es. Auch die Zahl der Selbstständigen war rückläufig. Experten führen auch das auf die gute Lage am Arbeitsmarkt zurück, da Jobangebote vorhanden seien und Menschen nicht mehr notgedrungen die Risiken der Selbstständigkeit eingehen müssten. Bundesweit waren 2018 rund 4,2 Millionen Menschen selbstständig, das war die niedrigste Zahl seit 2003.

Frank Pfaff