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MV aktuell Bildungsgipfel bei Ministerpräsidentin – weitere Gespräche vereinbart
Nachrichten MV aktuell Bildungsgipfel bei Ministerpräsidentin – weitere Gespräche vereinbart
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18:01 09.05.2019
Am Dienstag soll es ein erstes Arbeitstreffen im Bildungsministerium geben, um über die Verbesserung der Situation an den Schulen in MV zu beraten. Quelle: Ole Spata/dpa
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Schwerin

Lehrergewerkschaften, Schülervertreter und Politiker in Mecklenburg-Vorpommern haben gemeinsame Gespräche für eine Verbesserung der Situation an den Schulen vereinbart. Ein erstes Arbeitstreffen soll bereits am kommenden Dienstag im Bildungsministerium stattfinden, wie der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maik Walm, nach einem gut zweistündigen „Bildungsgipfel“ am Donnerstag in der Staatskanzlei sagte.

Schwesig hatte eingeladen

Zu dem Gipfel hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eingeladen, weil sich Unzufriedenheit mit der aktuellen Schulpolitik der Regierung bei vielen Beteiligten aufgestaut hatte. Als Antwort auf den umstrittenen Entwurf für eine Schulgesetz-Novelle von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) hatte sich im März das „Bündnis für gute Schule“ aus Lehrerverbänden sowie Eltern- und Schülervertretern gegründet. „Wir sind uns einig, dass wir zusammen schauen wollen, wie wir mit den Anregungen und der Kritik aus dem Bündnis umgehen“, sagte Schwesig. „Da haben wir vereinbart, weiter im Gespräch zu bleiben: Bildungsministerium, Fraktionen und auch das Bündnis für Schule.“

Bessere Bezahlung für Grundschullehrer gefordert

Viele Probleme haben sich Schwesig zufolge aufgestaut. So habe das Thema Lehrergewinnung stark an Bedeutung gewonnen. Die Gewerkschaft GEW fordert mit Blick auf fehlende Grundschullehrer, diese besser zu bezahlen – und zwar so wie ihre Kollegen in den höheren Klassen. Bisher verdienen Grundschullehrer bis zu mehrere hundert Euro weniger. Auch die bisherige Umsetzung der Inklusion steht als nicht ausreichend in der Kritik. Beides kostet Geld.

CDU-Sprecher: Viel Arbeit für neue Bildungsministerin

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Marc Reinhardt, sagte: „Die designierte Bildungsministerin (Bettina Martin, SPD) bekommt Hausaufgaben.“ Sie werde die losen Fäden zusammenbinden müssen. Mit Blick auf das Schulgesetz heiße das auch, dass sich die Politik mehr Zeit für das Gesetz nehmen müsse, wenn dies erforderlich sei. Bisher ist vorgesehen, das Gesetz im Juni im Landtag zu verabschieden. Nun sagte Reinhardt: „Niemandem ist damit gedient, ein solch wichtiges Gesetz im Hauruckverfahren durch die Gremien zu hieven.“

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