Bis zu 20 Prozent mehr Corona-Impfdosen: MV setzt Empfehlung der Arzneimittelbehörde um
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Bis zu 20 Prozent mehr Corona-Impfdosen: MV setzt Empfehlung der Arzneimittelbehörde um

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16:28 08.01.2021
Vorbereitete Spritzen für die anstehenden Corona-Impfungen liegen in einer Schale bereit. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Schwerin

Auch in Mecklenburg-Vorpommern können fortan mehr Menschen mit dem bereits verfügbaren Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag sagte, werden den Impfstofffläschchen der Hersteller Biontech/Pfizer nun sechs statt wie bisher fünf Dosen entnommen. Damit könnten bis zu 20 Prozent mehr Impfwillige versorgt werden. „Das hilft uns, unsere schon guten Impfzahlen weiter zu erhöhen und mehr Menschen zu impfen, als wir noch vor vier Wochen gehofft hatten“, erklärte Glawe.

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Robert Koch-Institut: Rund 24 000 Corona-Impfungen in MV

Um die Zahl der einzelnen Dosen zu steigern, ließ die europäische Arzneimittelbehörde EMA zu, dass sechs statt fünf Dosen aus einer Ampulle von Biontech/Pfizer gezogen werden dürfen, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mitteilte. Die Fläschchen werden vom Hersteller „überfüllt“ geliefert. Da die Zulassung bislang nur für die Entnahme von fünf Dosen galt, musste die Restmenge bislang mit den Flaschen entsorgt werden.

Spezielle Spritzen notwendig

Das Verfahren ist allerdings in der Umsetzung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So seien entsprechende Spritzen nötig, um sechs Dosen aus einer Ampulle zu ziehen, sagte der Sprecher. Man könne in mehreren Ampullen verbleibenden Impfstoff nicht einfach zusammengießen.

Seit Jahresbeginn sollten in Mecklenburg-Vorpommern wöchentlich knapp 15 000 Impfdosen bereitstehen, von denen wegen der notwendigen Zweitimpfung aber jeweils nur etwa die Hälfte auch direkt gespritzt wird. Mit der besseren Ausnutzung des Inhalts der Fläschchen wären es nun bis zu 18 000 Dosen.

Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge wurden seit Ende Dezember im Nordosten rund 24 00 Menschen geimpft. Wegen der unverändert geringen Impfstoffmengen müssen sich viele Impfwillige aber noch längere Zeit gedulden.

Von Frank Pfaff