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MV aktuell Bomben in der Ostsee: CDU-Mann will Problem mit Nachbarländern lösen
Nachrichten MV aktuell Bomben in der Ostsee: CDU-Mann will Problem mit Nachbarländern lösen
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22:03 06.06.2019
Zwei Wasserbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden 2013 vor Wustrow gesprengt. Das Innenministerium hat jetzt mitgeteilt, die mit Kampfmitteln belasteten Küstengebiete müssen erheblich erweitert werden. Quelle: dpa
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Rostock

In die Debatte um die Vergrößerung der mit Munition und Kampfmitteln belasteten Ostseegebiete vor der MV-Küste mischt sich Bundestagsabgeordneter Peter Stein (CDU) ein. Er habe beantragt, dass sich die Konferenz der Ostsee-Parlamentarier mit dem Thema befasst. Dazu werde es Ende August kommen.

Stein regt Ostseefonds zur Beseitigung von Munition an

„Sicherheit und Ordnung sind Landesaufgaben.“ CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Stein. Quelle: Cosima Engel

Nachdem bekannt wurde, dass sich die mit Kampfmitteln belasteten Gebiete von 650 auf 15138 an MV-Küsten vergrößert haben, sieht Stein die Landesregierung in der Pflicht. „Sicherheit und Ordnung – das sind Landesaufgaben“, sagt er. Es sei wichtig, dass endlich ein abgestimmter Plan über Orte und Funde vorliegt. Stein: „Die Gefahren müssen ermittelt werden.“ Dann müsse, wo nötig, beräumt werden.

Seit der Kaiserzeit haben Militärs immer wieder Munition, darunter Granaten und Bomben, in der Ostsee verklappt oder bei Schießübungen verloren. 300000 Tonnen liegen laut Experten auf dem Grund, teils stark verrottet. Das Land müsse endlich handeln, fordert Umweltexperte Stefan Nehring. Für Peter Stein ist klar: Das Thema sei nur mit den Nachbarländern im Ostseeraum zu lösen. Er regt an, einen „Ostseefonds“ der Anrainer zu initiieren, aus dem dann die Munitionsberäumung finanziert wird. Konkrete Funde wie die bekannten Phosphorbomben vor der Insel Usedom müssten ernster genommen werden: „Aus einem Mehr an Wissen muss ein Mehr an Aktion abgeleitet werden“, so Stein.

Frank Pubantz