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MV aktuell Brüder von NSU-Opfer besuchen Rostocker Tatort
Nachrichten MV aktuell Brüder von NSU-Opfer besuchen Rostocker Tatort
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00:00 04.10.2013
Yunus (r.) und Mustafa Turgut waren am Tatort, wo ihr Bruder Mehmet ermordet wurde.
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Rostock

Sichtlich bewegt haben die Brüder Yunus und Mustafa Turgut den Tatort der Ermordung ihres Bruders Mehmet besichtigt. Mehmet war am 25. Februar 2004 im Alter von 24 Jahren vermutlich vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) getötet worden. Die Gefühle ließen sich nicht beschreiben, dafür gebe es keinen Ausdruck, sagt der 20-jährige Mustafa im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel, wo der Imbiss-Container seines älteren Bruders Yunus stand. Der ermordete Mehmet war nur zu Besuch in der Hansestadt.

Die Geschwister waren nach Rostock gekommen, um mit den Künstlern zu sprechen, die an der Ausschreibung für die geplanten Gedenksteine teilnehmen. Die beiden Türken sind derzeit in Deutschland, um den Prozess vor dem Oberlandesgericht München gegen Beate Zschäpe und weitere Angeklagte zu verfolgen. Mustafa war schon viermal im Prozess. Er bedauert, dass es immer wieder zu Verzögerungen komme, wenn der Mord an seinem Bruder verhandelt werden soll. Sie hofften, dass möglichst schnell ein Urteil fällt. Sie wünschten sich eine gerechte Entscheidung und Aufklärung. Denn es gebe nur wenige Anhaltspunkte zur Tat.

Lange Zeit waren die Behörden davon ausgegangen, dass Yunus das Mordopfer war und nicht Mehmet. Denn als ihr Vater für seine Söhne Kinderpässe beantragte, sollen die Behörden die Geburtsdaten vertauscht haben. Als die Jungen alt genug waren und Bilder in ihren Ausweisen klebten, beschlossen sie, die Pässe zu tauschen. Zum Problem wurde das in Deutschland. Mehmet war 2004 illegal im Land und nur zu Besuch in Rostock.

Auch in ihrem ostanatolischen Heimatdorf seien sie nach dem Mord ausgegrenzt worden, berichten der 36-jährige Yunus und sein junger Bruder Mustafa in Rostock. Wegen des gesellschaftlichen Drucks seien sie von ihrem Dorf in die Provinzhauptstadt umgezogen. Der Druck ließ erst nach, als der NSU als Urheber des Mordes ins Gespräch kam.

Am Ort des Verbrechens sollen ein Gedenkstein und ein Kunstwerk errichtet werden, die jeweils Inschriften in Deutsch und Türkisch tragen. Die Gedenkstätte sei auch für sie wichtig, betonten die Brüder bei einem Gespräch mit Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens.

OZ

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