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MV aktuell Bundesrepublik gegen Filmemacher: Vergleich um Marine-Serie geplatzt
Nachrichten MV aktuell Bundesrepublik gegen Filmemacher: Vergleich um Marine-Serie geplatzt
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15:23 29.11.2019
Schauspieler und Filmproduzent Stephen Dürr mit seiner Frau Katharina 2017 beim Marineball in Rostock. Der Hamburger dreht eine Marine-Serie und liegt mit der Bundeswehr juristisch im Clinch. Quelle: Alexander Loew
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Rostock

Nun geht es doch vor Gericht: Der Versuch einer Einigung zwischen dem Hamburger Filmproduzenten Stephen Dürr und der Bundeswehr ist gescheitert. Das teilte das Rostocker Landgericht am Freitag mit. Im Oktober hatten beide Seiten nur wenige Stunden vor einem angesetzten Verhandlungstermin erklärt, sich doch lieber ohne Mitwirken der Justiz einigen zu wollen. Das hat nicht geklappt, im Februar soll es einen neuen Gerichtstermin geben. Beim Landgericht wird das Verfahren unter Bundesrepublik Deutschlandgegen Hamburger Filmfirma geführt.

Bund will Vertragsbeziehung klären

In dem Streit geht es um Filmrechte. Das Verteidigungsministerium will mit einer sogenannten Nichtfeststellungsklage ihre Vertragsbeziehungen zu dem Filmemacher klären. Dürr dreht eine Action-Serie („True North“), teilweise auf echten Marine-Schiffen. Dafür schloss er 2014 einen Vertrag mit der Marine. 2016 forderte er von der Bundeswehr Schadensersatz. Begründung: Mit Eigenproduktionen, wie „Die Rekruten“, habe der Bund seine Exklusivrechte, die er für Marinebilder habe, verletzt. Später zog Dürr die Klage zurück. Mit ihrer Gegenklage will die Bundeswehr Rechtssicherheit erreichen.

Gorch-Fock-Geld floss in die Produktion

Ins Gerede geriet die geplante Actionserie, als bekannt wurde, dass bis zu 1,8 Millionen Euro aus versickerten Sanierungsgeldern für das Segelschulschiff „Gorch Fock“ in Dürrs Produktionsetat landeten (die OZ berichtete). Der Filmemacher beteuert, er habe das Geld inzwischen zurückgezahlt.

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