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CDU: Sondersitzung nach Kokerts Rücktrittsankündigung

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19:22 02.02.2020
Macht’s gut: Vincent Kokert zieht sich überraschend aus der Politik zurück. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp
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Schwerin

Nach der überraschenden Rücktrittsankündigung von Fraktions- und Parteichef Vincent Kokert will die CDU Mecklenburg-Vorpommern die Nachfolge nun möglichst rasch klären. Schon kommende Woche werde der erweiterte Parteivorstand zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zur Besetzung der Parteispitze zu beraten, sagte CDU-Generalsekretär Wolfgang Waldmüller. Als Nachfolger im Amt des Fraktionsvorsitzenden im Landtag in Schwerin hatte Kokert selbst bereits den bisherigen Parlamentarischen Geschäftsführer Torsten Renz vorgeschlagen, der sich jedoch noch nicht entschieden hat, ob er für dieses Amt zur Verfügung steht.

Kokert, der erst Ende November 2019 in Binz auf Rügen mit 92,4 Prozent für eine zweite Amtszeit als Landesparteichef gewählt worden war, hatte am Freitag überraschend seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Er werde im März sowohl den Landesvorsitz als auch den Vorsitz in der Landtagsfraktion abgeben und auch sein Landtagsmandat niederlegen. Kokert wird nach eigenen Angaben bei den Stadtwerken Neustrelitz eine Tätigkeit als Betriebsleiter aufnehmen. „Ich bin ein Familienmensch. Und das ließ sich mit dem Umfang meiner politischen Arbeit leider nicht mehr vereinbaren“, begründete der vierfache Vater seine Entscheidung.

„Es wird kein Vakuum entstehen“

Für Partei und Fraktion gilt Kokerts Rückzug als schwerer Schlag, galt der 41-Jährige doch als Hoffnungsträger für die Landtagswahl in eineinhalb Jahren. Längst schien ausgemacht, dass der enge politische Freund von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) die CDU Mecklenburg-Vorpommern als Spitzenkandidat und Herausforderer von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in die Wahl 2021 führt.

„Die Nachricht kam auch für uns überraschend und war für viele niederschmetternd. Aber wir sind personell gut aufgestellt und es wird kein Vakuum entstehen“, zeigte sich Waldmüller überzeugt. Nach seinen Worten bedeutet die Neuwahl des Parteivorsitzenden nicht auch schon die Festlegung auf den Spitzenkandidaten. Schwesigs Herausforderer werde frühestens im Oktober bestimmt.

Bei der Sondersitzung des erweiterten Parteivorstands gehe es zunächst um die Frage, welcher der drei Stellvertreter – Martina Liedtke, Sascha Ott und Eckhardt RehbergKokerts Geschäfte bis zur Neubesetzung des Spitzenplatzes kommissarisch übernimmt. „Eine Frist für die Neuwahl des Vorsitzenden schreibt unsere Satzung nicht vor“, sagte Waldmüller. Dennoch sei eine rasche Klärung der Führungsfrage auf einem Sonderparteitag das Ziel.

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