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MV aktuell Caffier für großes Cyber-Abwehrzentrum
Nachrichten MV aktuell Caffier für großes Cyber-Abwehrzentrum
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16:53 08.01.2019
Innenminister Lorenz Caffier (CDU) will die Zahl der Polizisten, die sich um Hackerangriffe und ähnliches kümmern, deutlich erhöhen. Quelle: CORNELIUS KETTLER
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Schwerin

Nach dem Hackerangriff auf Daten Hunderter Politiker und Prominenter bundesweit will sich die Landesregierung zum Schutz gegen solche Attacken neu aufstellen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat eine Ermittlergruppe beim Landeskriminalamt ins Leben rufen lassen. Die große Lösung zum Schutz vor solchen Attacken müsse aber im Verbund von Bund und Ländern erfolgen.

„Ein großes Cyber-Abwehrzentrum“ müsse her, so Caffier. Dies müsse jedoch über die Bundesregierung erfolgen. Er sei gegen „Kleinstaaterei“, also Lösungen einzelner Bundesländer. Caffier ist sicher: „Der aktuelle Fall ist erst der Anfang.“ Das Thema Datensicherheit werde ein zentrales in der Zukunft sein. „Man stelle sich vor, wenn Krankenhäuser oder Energieversorger, also kritische Infrastruktur betroffen wären.“ Man müsse sich deutlich besser aufstellen. Dabei müsse auch die Wirtschaft eingebunden sein, so Caffier. Und letztlich sei jeder selbst für den Schutz seiner Daten verantwortlich.

Auch Dutzende Politiker und Prominente aus MV sind vom Datenklau betroffen, der erst vor wenigen Tagen bekannt wurde. Landtagsabgeordnete und Mitarbeiter sollen jetzt eine Schulung für die Online-Welt erhalten. Als Hemmnis im Kampf um Datensicherheit stellt sich womöglich heraus, dass zwei Ministerien verantwortlich sind. Sein Haus für Verhinderung von Straftaten und Strafverfolgung, so Caffier. Das Computer-Sicherheits-Team, das die digitale Infrastruktur des Landes vor Übergriffen schützen soll, ist allerdings bei Christian Pegel (SPD) angesiedelt (SPD). Beide Minister sollen nun gemeinsam Verbesserungen vorschlagen. Die Regierung wolle „die eigenen Standards und Sicherheitsvorkehrungen überprüfen und verstärken“, erklärt ein Sprecher der Staatskanzlei.

In der Landespolizei kümmern sich derzeit gut 20 der landesweit 6000 Beamten um Cyber-Crime, 16 beim Landeskriminalamt, eine Handvoll in den Polizeiinspektionen. Viel zu wenig, findet Caffier. Er wirbt derzeit um Studenten, die ein Stipendium erhalten und sich danach als IT-Spezialisten für den Landesdienst verpflichten (die OZ berichtete). Dafür müsse aber mehr Geld her. Caffier: „Mit einer A11-Stelle kriegen wir keine Fachleute mehr.“

Frank Pubantz

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