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Corona-Experte aus MV: Omikron ist bereits die dominierende Variante

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14:41 06.01.2022
Greifswald: In einen Sequenzierer legt Christian Kohler im Labor für Corona-Varianten (CoMV-Gen) in der Universitätsmedizin Greifswald auf der Suche nach neuen Varianten und Mutationen des Corona-Virus insgesamt zwölf Proben ein.
Greifswald: In einen Sequenzierer legt Christian Kohler im Labor für Corona-Varianten (CoMV-Gen) in der Universitätsmedizin Greifswald auf der Suche nach neuen Varianten und Mutationen des Corona-Virus insgesamt zwölf Proben ein. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Rostock/Greifswald

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Mecklenburg-Vorpommern immer schneller aus. Der Chefhygieniker der Universitätsmedizin Greifswald geht bereits von einer Dominanz aus. „Ich würde sagen, wir sind schon bei über 50 Prozent“, hatte Nils-Olaf Hübner am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zum Anteil der Variante an den nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land erklärt.

Hübner verwies auf Daten aus der vergangenen Woche. „Wenn man dann die Wachstumskurve noch dahinter legt, dann kommt man in dieser Woche schon auf über 50 Prozent“, sagte der Mitinitiator eines Studienzentrums in Greifswald, das unter anderem Proben sequenziert, um neue Varianten im Nordosten aufzuspüren.

Entwicklung geht durch die Decke

„Es ist Wahnsinn, wie das durch die Decke geht. Es ist wirklich, wirklich Wahnsinn“, sagte Hübner mit Blick auf die Ausbreitung der ansteckenderen Variante. Verstärkt werde sie unter anderem durch die Rückkehr von Reisenden nach den Feiertagen und Feiern, die trotz allem stattgefunden hätten – auch in kleinerem Kreis.

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Ähnlich äußerte sich auch MV-Innenminister Christian Pegel nach der Sitzung des Corona-Krisenstabes. „Klar ist: Auch bei uns im Land ist Omikron auf dem Vormarsch. Hier zitiere ich den Rostocker Infektiologen Prof. Emil Reisinger, der uns berichtete, dass 62 Prozent der Laborproben an der Rostocker Universitätsmedizin von heute positiv auf Omikron getestet wurden“, so Pegel am Mittwoch.

Erster Nachweis von Omikron in MV im Dezember

Wie rasant die Entwicklung in Bezug auf Omikron ist, verdeutlichen auch folgende Zahlen. Erstmals nachgewiesen wurde die Variante in Mecklenburg-Vorpommern in der 50. Kalenderwoche 2021. Nicht einmal vier Wochen später ist sie laut Aussagen der Experten bereits dominierend.

Anfang dieser Woche hatte Professor Emil Reisinger gegenüber der OZ erklärt, dass er in Kürze eine Zunahme des Anteils von Omikron an den Infektionszahlen auf 90 bis 95 Prozent erwarte, bei einer Pressekonferenz aus der Schweriner Staatskanzlei am Donnerstag sagte er, dass das bereits in der kommenden Woche der Fall sein könnte.

Von dpa/msz