Corona-Krise in MV: Das ist alles am Dienstag passiert
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Corona-Krise in MV: Das ist alles am Dienstag passiert

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20:22 28.04.2020
Masken waren auch heute wieder in MV ein wichtiges Thema: Ab sofort sind sie auch in Arztpraxen vorgeschrieben.
Masken waren auch heute wieder in MV ein wichtiges Thema: Ab sofort sind sie auch in Arztpraxen vorgeschrieben. Quelle: Marijan Murat/dpa
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Schwerin

In den Kirchen, Synagogen und Moscheen in Mecklenburg-Vorpommern können von Montag an wieder Gottesdienste abgehalten werden. Pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche dürfe eine Person am Gottesdienst teilnehmen, teilte die zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit.

Der Mindestabstand von 1,50 Meter müsse eingehalten werden. Außerdem müssten Teilnehmerlisten geführt werden, um im Fall einer Corona-Infektion die Kette nachvollziehen zu können.

Die Nordkirche, die Erzbistümer Hamburg und Berlin, die Jüdischen Gemeinden und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schwerin haben den Angaben zufolge umfassende Hygiene-Rahmenpläne erarbeitet. Der Islamische Bund habe sich entschieden, vorerst auf religiöse Veranstaltungen in Moscheen zu verzichten.

Neuinfektionen in MV wieder zweistellig

Indes sind 13 neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Im Vergleich zum Montag stieg die Gesamtzahl Dienstag auf 687, wie das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilten. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 17. Wie es weiter hieß, mussten oder müssen 96 Personen im Krankenhaus behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation.

Erstmals seit mehreren Tagen ist die Zahl der Neuinfektionen wieder zweistellig. Allein sechs neue Fälle wurden aus einem Pflegeheim in Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gemeldet. Dabei handele es sich um vier Bewohner und zwei Beschäftigte. Insgesamt seien dort bisher 10 Beschäftigte und 29 Bewohner betroffen. Es gab den Angaben zufolge bislang zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona in dem Heim.

Bereits ab sofort gilt in den Arztpraxen eine Maskenpflicht. Dies hat das Kabinett beschlossen, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mitteilte. „Die Maske soll beim Besuch einer Arztpraxis mitgebracht und vor dem Betreten der Praxis angelegt werden.“

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Keine Maskenpflicht hinter Plexiglas

Möglich seien wie im Einzelhandel eine Alltagsmaske, ein Schal oder ein Tuch. Die Maskenpflicht gelte auch in Psychotherapie-Praxen und in Praxen anderer Gesundheitsberufe. In den Räumlichkeiten sei ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Wer hinter einer Plexiglasscheibe sitzt - zum Beispiel am Tresen einer Arztpraxis - muss Glawe zufolge keinen Mundschutz tragen. Auch Kinder bis zum Schuleintritt sowie Menschen, die aus medizinischen oder psychischen Gründen keine Maske tragen können, seien davon befreit.

Seit Montag gilt bereits in Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Sie wird nach ersten Einschätzungen überwiegend gut eingehalten. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, kann mit einem Bußgeld von 25 Euro bestraft werden.

Restaurant-Terassen ab 11. Mai geöffnet

Etwas später können Restaurants wohl die Terrassen ihrer Restaurants wieder öffnen. Dies sei voraussichtlich ab dem 11. Mai wieder möglich, stellte Glawe in Aussicht, insofern die Infektionszahlen niedrig bleiben. Damit sei ein Einstieg für die Gastronomie gegeben. Geprüft werde auch, ob vom 11. Mai an Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Sonnenstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe wieder öffnen können. Damit werde sich das Kabinett in der kommenden Woche beschäftigen. Bereits vom 4. Mai an können Friseursalons wieder Kunden bedienen.

Massentests in Pflegeheimen

In den Pflegeheimen Mecklenburg-Vorpommerns sollen in Kürze flächendeckende Corona-Tests beginnen. „Das Projekt ist startklar“, sagte Glawe. Derzeit fänden abschließende Gespräche mit den Trägern statt. Für das Projekt stünden 3,5 Millionen Euro bereit. Verwendet würden Tests der Rostocker Firma Centogene, die 35 Euro kosteten. Getestet werden Glawe zufolge voraussichtlich 24 400 Heimbewohner und 15 500 Mitarbeiter. „Positiv auf Covid-19 getestete Personen werden mehrfach getestet“, erläuterte der Minister.

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Von dpa