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Coronavirus: Manuela Schwesig von Impfskepsis in MV überrascht

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15:08 27.12.2021
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, legt einen Mund-Nasen-Schutz an.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, legt einen Mund-Nasen-Schutz an. Quelle: Jens Büttner
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Ein Jahr nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen verfügen in Mecklenburg-Vorpommern 1,11 Millionen Menschen und damit 69,2 Prozent der Bevölkerung über den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze. Zudem haben 32,6 Prozent der Bürgerinnen und Bürger auch die Auffrischungsimpfung erhalten, um die Abwehrkraft gegen neue Virus-Varianten hoch zu halten.

Damit hinkt Mecklenburg-Vorpommern dem bundesweiten Durchschnitt und auch den Erwartungen aus der Politik hinterher. Im Nachbarland Schleswig-Holstein etwa besitzen 75,2 Prozent der Bevölkerung den Grundschutz und 37,5 Prozent haben auch schon die Boosterimpfung bekommen. Experten halten jedoch eine Impfquote von über 80 Prozent für erforderlich.

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„Ich bin auch überrascht, dass es im Osten insgesamt mehr Impfskepsis gibt als im Westen“, räumte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ein. Eine Erklärung dafür habe sie nicht, zumal im Osten Deutschlands die Impfquoten in der Vergangenheit immer sehr hoch gewesen seien, sagte sie unter Hinweis etwa auf die Masernimpfung. Doch kritisierte sie, dass sich Impfgegner oft nachweislich falscher Informationen bedienten, um Ängste zu schüren. „Deshalb ist es immer ganz wichtig, aufzuklären und zu erklären. Wir müssen da dran bleiben“, sagte Schwesig.

„Jede Impfung zählt“

Sie nahm am Montag den mit großen Hoffnungen verbundenen Impfstart vor einem Jahr zum Anlass, um Ärzten und Helfern in Arztpraxen, Impfzentren und mobilen Teams für ihre engagierte Arbeit zu danken. „Das war eine großartige Leistung. Sie alle haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Gesundheit und das Leben der Bürgerinnen und Bürger zu schützen“, sagte die Regierungschefin. Zugleich erneuerte sie den Appell, die Impfangebote zu nutzen. „Geimpft und geboostert zu sein, ist der beste Schutz auch gegen die neue Omikron-Variante. Sie schützen sich und andere“, so Schwesig.

Ähnlich äußerte sich auch Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD): „Jede Impfung zählt jetzt. Beim Boostern kommen wir gut voran. Doch möchte ich an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, weiter appellieren, die Möglichkeiten der Auffrischungs-, aber auch Erst- und Zweitimpfung weiter zu nutzen. Es gibt jetzt über den Jahreswechsel viele Impfangebote und Sonderaktionen“, sagte sie. Die schnelle Zulassung der Impfstoffe und eine gute Impfbereitschaft in der Bevölkerung hätten dazu beigetragen, viele Menschen vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen und Leben zu retten.

Von RND/dpa