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MV aktuell Die Erfindung des Hirschburgers
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00:00 12.02.2013
Gut Darß: Rolf Strohmann serviert einen Hirschburger. Quelle: Thomas Haentzschel
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Dicht aneinandergereiht hängen dort Teile von Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Jedes Jahr ist es dasselbe, die Absatzflaute hält Monate lang an.

Rolf Strohmann, selbst leidenschaftlicher Jäger und seit gut einem Jahr Produktentwickler im Gut Darß, verarbeitet Hirschfleisch. Bislang galt es in Branchenkreisen als schwierig, aus dem sehr festen und vergleichsweise auch trockenen Fleisch saftige Erzeugnisse herzustellen. „Wurst geht gerade noch, aber ein Hacksteak vom Hirsch, das hat bislang noch keiner richtig hinbekommen“, sagt der 49-Jährige.

Der gelernte Metzger und Fleischer produzierte unter anderem einen Hirschburger, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) und Landesbauernpräsident Rainer Tietböhl begeistert hat. Das Geheimnis ist, das Fleisch „schön mürbe“ zu machen. Zum Burger, der aus knapp 70 Prozent Hirschfleisch besteht, kommen „etwas Schweinefett für die Geschmeidigkeit sowie zahlreiche Kräuter und Gewürze“, sagt Strohmann.

Zum Nationalparktag im August 2012 hatte Strohmann seinen Hirschburger erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auch auf der Jagdmesse in Dortmund fand der Burger guten Absatz. Die Nachfrage ist nun so groß, dass das Wild aus dem Darßwald nicht mehr ausreicht. Und im Gut Darß wird weiter experimentiert. Zur Pflege der Naturlandschaft auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst weidet dort mit fast 100 Tieren auch die größte Wasserbüffelherde weit und breit. „Die Wasserbüffel fressen das Schilf ab, dort, wo unsere Kühe nicht mehr hinkommen“, sagt Abteilungsleiter Thomas Möhring. Das gebe ihrem Fleisch eine besondere Geschmacksnote. Experte Strohmann will nun testen, ob auch ein „Büffelburger“ oder spezielle Wurstkreationen möglich sind.

OZ

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