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MV aktuell EWN in Lubmin beantragt Ersatz-Atomlager für Castoren
Nachrichten MV aktuell EWN in Lubmin beantragt Ersatz-Atomlager für Castoren
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11:54 29.05.2019
Das Entsorgungswerk für Nuklearanlagen plant den Bau eines neuen Zwischenlagers für die Lagerung von 74 Castorbehältern mit radioaktivem Inhalt. Quelle: EWN
Lubmin

Das Entsorgungswerk für Nuklearanlagen in Lubmin hat den Bau seines neuen Atom-Zwischenlagers für hochradioaktiven Abfall beantragt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde die Antrag auf atomrechtliche Genehmigung am Mittwoch bei der zuständigen Bundesbehörde gestellt. Das Genehmigungsverfahren für den Ersatzbau (Estral) liegt beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) in Salzgitter. Das BfE wird dabei auch die voraussichtlichen Auswirkungen des Neubaus auf die Umwelt prüfen.

Um die nach 2011 bundesweit erhöhten Sicherheitsanforderungen für Atom-Zwischenlager zu erfüllen, will das bundeseigene EWN die 74 Castoren mit Brennelementen aus Lubmin, Rheinsberg, Karlsruhe und aus dem atombetriebenen Forschungsschiff „Otto Hahn“ voraussichtlich ab 2025 in den monolithischen Stahlbeton-Neubau mit 1,80 Meter dicken Wänden deponieren. Die Grünen und der Umweltverband BUND kritisieren, dass in den Planungen für den 135 Meter langen Neubau keine heiße Zelle vorgesehen ist, in der – wenn erforderlich – defekte Atombehälter ferngesteuert durch Roboter geöffnet und neu verpackt werden können. Die Castoren lagern bislang im Zwischenlager Nord (ZLN) in der Halle 8, die bautechnisch mit den Hallen für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll verbunden ist.

Der Neubau soll auf dem Gelände des bundeseigenen Atomlager-Betreibers in Nähe des ZLN entstehen. Für den Bau soll das Gelände auf über 5,50 über Normal angeschüttet werden, um damit die kerntechnischen Anforderungen eines alle 10000 Jahre eintretenden Hochwasser zu erfüllen. Mehr als 74 Castoren-Stellplätze soll es in der Halle mit einem Verlade-, Wartungs- und Lagerbereich nicht geben, wie das EWN betonte. Auch bleibt demnach der beantragte Aufbewahrungszeitraum auf 40 Jahre nach Castor-Verschluss begrenzt. Der erste Behälter wurde 1996 verschlossen, der letzte 2011. Das heißt, die Aufbewahrungsgenehmigung für den letzten Behälter soll 2051 enden.

Martina Rathke

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