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Die Künstlerin BieneFeld vor einem ihrer Werke. Quelle: Matthias Schümann
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Born/Darß

Sonnendurchflutete Gärten, wuchernde Pflanzen. Wieder sind es Landschaften, die die Malerin BieneFeld in ihren aktuellen Arbeiten zeigt. Der Titel der Ausstellung „Werden II“ passt perfekt dazu: etliche Werke sind mit „Werden“ betitelt, der Titel der Schau verweist darauf, dass ein „work in progress“ zu erleben ist. Da wächst etwas, gedeiht, reift vielleicht. Was es aber ist, lässt sich so genau gar nicht sagen.

Es geht zu den Qualitäten der Arbeiten von BieneFeld, die seit Kurzem unter dem Pseudonym mit dem Großbuchstaben mitten im Namen firmiert, dass die Stimmungen zwar klar und deutlich, die Räume, vielleicht Gegenden oder Landschaften aber nicht lokalisierbar sind. Die Künstlerin hat sich in den vergangenen Jahren von fast gegenständlicher Malerei ihres „Vineta“-Zyklus zu nahezu abstrakten Werken bewegt. Tatsächlich sind es oft Gärten und ganz konkrete Landschaften, die die Künstlerin in ihren Werken inspirieren. Und immer öfter ist es die Landschaft vom Fischland, Darß und Zingst, die ganz am Anfang ihrer Bilder stehen. Dort nämlich ist die Malerin häufig unterwegs. Normalerweise lebt die gebürtige Greifswalderin (Jahrgang 1960) in Berlin, aber ausgiebige Aufenthalte führen sie immer wieder in den Norden, speziell nach Born auf dem Darß, wo ihre Werke in einem kleinen Atelier entstehen.

Und dort sind die Arbeiten nun auch zu sehen: Matthias Fuhrmann hat in seiner Galerie Born aktuelle, um nicht zu sagen: frische Werke der Künstlerin zusammengestellt, die eine Momentaufnahme der Malerei BieneFelds ermöglichen. Was hat sich verändert? Zunächst fällt auf, dass die Konturen klarer, deutlicher zu werden scheinen. Die neuen Bilder dominieren kompaktere Formen. Wo in den vergangenen Jahren äußerst kleinteilige, geradezu impressionistisch hingetupfte oder auch einander überlagernde Farbschichten zu sehen waren, da bilden sich jetzt gut umrissene Figuren, Pflanzenhaftes, wobei sich keinerlei Arten zuordnen lassen, sondern eher die abstrakt wachsende Form im Mittelpunkt steht.

Damit einher geht eine größere Klarheit der Formen. Kompakte Flächen bestimmen vor allem ihre Arbeiten auf Papier, intensive Töne, starke Farben. Oberflächlich betrachtet handelt es sich nur um eine Verschiebung der Nuance. Wer aber weiß, wie intensiv und auch lange BieneFeld an ihren Werken arbeitet, der weiß, dass diese neue Akzentuierung Teil eines langen Arbeitsprozesses ist, vielleicht der Beginn einer neuen Phase. Das „Werden“ – es bezieht sich am Ende recht deutlich auf die Malerei, auf ein unablässig entstehendes und florierendes Werk.

Übrigens ist die Familie Bienefeld derzeit gleich zwei Mal in Ausstellungen in Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Emil Bienefeld, der Sohn der Malerin, zeigt derzeit aktuelle Werke im Projektraum Heiddorf in Neu Kaliß bei Ludwigslust. Emil Bienefeld war viele Jahre als Sprayer unterwegs. Als „TRIP“ besprühte er Wände – jetzt sind es Leinwände oder auch große Auftragswerke an Gebäuden. Auch in Heiddorf hat er eine Wand besprüht – mit ausdrücklicher Genehmigung des Galeristen.

Info: BieneFeld, GALERIE BORN, Darß, Südstraße. 22, 18375 Born/Darß, geöffnet Dienstag – Samstag 11 – 17 Uhr: Emil Bienefeld, GALERIE BORN, Projektraum Heiddorf, Ernst-Thälmann-Straße. 6, 19294 Neu Kaliß, geöffnet Donnerstag – Sonntag 13 – 18 Uhr, www.galerie-born.de

Matthias Schümann

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