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MV aktuell Ermittler aus MV spüren Nutzer von Kinderpornografie-Seite im Darknet auf
Nachrichten MV aktuell Ermittler aus MV spüren Nutzer von Kinderpornografie-Seite im Darknet auf
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15:42 15.08.2019
Das Landeskriminalamt MV und die Cybercrime-Abteilung der Staatsanwaltschaft Rostock haben gemeinsam diese Internetseite im Darknet vom Netz genommen. Quelle: LKA MV
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Rostock

Erfolg im Kampf gegen Kinderpornografie: Das Landeskriminalamt MV und die Cybercrime-Abteilung der Staatsanwaltschaft Rostock haben gemeinsam eine Internetseite im Darknet vom Netz genommen, auf der mehrere hundert Nutzer Zugriff auf über 200 000 illegale kinderpornografische Dateien hatten.

Wie die Behörden mitteilten, wurde zuvor mehrere Monate intensiv und zum Teil auch international ermittelt – sowohl gegen den Betreiber als auch gegen die Nutzer der Plattform. Trotz der komplexen Verschlüsselung im Darknet sei es gelungen, mehrere Nutzer in verschiedenen Ländern zu identifizieren.

Nutzer missbrauchte eigenes Kind

In einem Fall handelte es sich demnach um einen Deutschen, der sein eigenes Kind sexuell missbrauchte und auch anderen zum sexuellen Missbrauch anbieten wollte. Ein weiterer Missbrauch konnte durch die Festnahme des Tatverdächtigen verhindert werden.

Auf der Chat-Plattform im sogenannten TOR-Netzwerk hätten mehrere Hundert Nutzer aus mehreren Ländern Zugriff auf mehr als 200 000 illegale kinderpornografische Daten gehabt. Trotz der hochgradigen Verschlüsselung, die Plattformen im Darknet böten, sei es gelungen, mehrere Nutzer aus verschiedenen Ländern zu identifizieren.

Server wurde beschlagnahmt

Die Ermittler fanden heraus, dass der Server der Plattform zwar durch einen Anbieter in Dubai vermietet wurde, seinen Standort jedoch in einem Rechenzentrum in den Niederlanden hatte. Der Server wurde beschlagnahmt, die Daten gesichert und die Internetseite am Dienstag abgeschaltet. Wenn die Seite nun aufgerufen werde, erscheine eine Sperrseite der Sicherheitsbehörden.

Einen ersten Hinweis auf die Plattform erhielt das Landeskriminalamt im Dezember 2017 anonym über die Onlinemeldestelle Netzverweis.de.

Wie die Staatsanwaltschaft berichtete, sind Ermittlungsverfahren im Bereich der Kinderpornografie in der Regel sehr aufwendig und können nur durch die internationale Kooperation zum Erfolg geführt werden. Denn die kriminellen Anbieter solcher Foren oder Marktplätze im Darknet nutzten Provider und Serverstandorte in verschiedenen Ländern, um den Ermittlungsbehörden die Identifizierung der Nutzer zu erschweren.

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