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MV aktuell Waldbrand bei Lübtheen: Dörfer werden evakuiert
Nachrichten MV aktuell Waldbrand bei Lübtheen: Dörfer werden evakuiert
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17:24 01.07.2019
Wegen eines Waldbrands auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern mussten am Sonntag Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen. Quelle: Bodo Marks/dpa
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Lübtheen

Wegen des Waldbrandes bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern haben rund 500 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Neben den bereits evakuierten Orten Jessenitz und Alt Jabel wird nun auch die Ortschaft Trebs evakuiert. Die Einsatzkräfte errichten eine Wasserwand, um Jessenitz vor dem Feuer zu schützen.

Ein Löschpanzer ist bereits wieder im Einsatz, in den nächsten Stunden sollen bis zur vier Löschhubschrauber von der Bundeswehr eingesetzt werden. Auch gepanzerte Technik der Streitkräfte ist angefordert. Zu Problemen sei es bislang laut einer eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim nicht gekommen.

Ein erneutes Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hält die Region in Atem.

Evakuierung für weitere Orte möglich

Betroffene der Evakuierungsaktion in Lübtheen können in einer Halle unterkommen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Wohnungen und Häuser in anliegenden Dörfern oder Ortschaften evakuiert werden müssen, sagte die Sprecherin weiter. Es werde evakuiert, wenn sich das noch brennende Feuer auf rund einen Kilometer an Ortschaften nähere. Rund 350 Einsatzkräfte sind demnach im Einsatz, um Orte zu schützen.

Wegen der Rauchentwicklung waren auch Menschen in Brandenburg und im Norden Sachsen-Anhalts aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wie aus einer amtlichen Warnung der Regional-Leitstelle Nord-West über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App „NINA“ hervorging.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt bis nach Berlin vor der Rauchentwicklung durch das Feuer. Quelle: warnung.bund.de

Ferienlager muss evakuierte werden

Bereits am Sonntagabend mussten mehrere Hundert Menschen ihre Wohnungen verlassen. Am Abend entschied die Einsatzleitung der Feuerwehr, das rund 280 Einwohner zählende Alt Jabel zu evakuieren. Das Feuer habe sich rasant ausgebreitet. Betroffen sei auch ein Ferienlager mit etwa 100 Kindern. Die Eltern seien informiert und gebeten worden, ihre Kinder abzuholen.

Behörden vermuten Brandstiftung

An gleicher Stelle hatte es erst vor wenigen Tagen gebrannt. Am Freitag gaben die Behörden allerdings Entwarnung und teilten mit, das Feuer sei gelöscht. Am Sonntag brannte es nun erneut und in deutlich größerem Ausmaß. Betroffen sind bereits mehr als 430 Hektar Wald, hieß es von der Einsatzleitung. Die Behörden vermuten bei dem zweiten Feuer Brandstiftung.

Munition erschwert Löscharbeiten

Die Gegend grenzt direkt an einen früheren Truppenübungsplatz. Die dort noch im Boden liegende Munition erschwert die Löscharbeiten. Feuerwehrleute müssen einen Sicherheitsabstand von 1000 Metern einhalten. Deshalb kam bei der Brandbekämpfung jeweils ein Löschpanzer aus Brandenburg zum Einsatz.

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dpa/RND

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