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MV aktuell Rund 600 Kameraden verabschieden bei Unglück getöteten Piloten
Nachrichten MV aktuell Rund 600 Kameraden verabschieden bei Unglück getöteten Piloten
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15:30 09.07.2019
Eine Woche nach dem Absturz der zwei Eurofighter suchen Soldaten nach Wrackteilen auf einem Feld. Am Dienstag haben sich 600 Kameraden bei einer Trauerfeier von dem gestorbenen Piloten verabschiedet. Quelle: Bodo Marks/dpa
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Laage

Mit einer Trauerfeier haben rund 600 Kameraden in Laage bei Rostock Abschied von dem Eurofighter-Piloten genommen, der am 24. Juni bei einer missglückten Luftkampfübung ums Leben gekommen ist. Die Gedenkveranstaltung am Dienstag auf dem Gelände des Luftwaffen-Geschwaders 73 „Steinhoff“ war auf Wunsch der Familie des Getöteten nicht öffentlich, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Die Trauerrede hielt den Angaben zufolge der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz. Nach der Gedenkveranstaltung mit militärischen Ehren sei der Sarg der Familie übergeben worden.

Bildergalerie: Absturz von zwei Eurofightern am Fleesensee

Beim Absturz von zwei Eurofightern der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern ist einer der beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück am Montag und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Maschinen stießen bei Luftkampfübungen zusammen und stürzten ab.

Der Eurofighter des 27 Jahre alten Piloten war bei der Luftkampfübung über der Müritzregion mit einem zweiten Jet kollidiert. Beide Maschinen stürzten ab. Der Pilot der anderen Unglücksmaschine konnte sich verletzt mit einem Fallschirm retten. Die Unglücksursache ist laut Luftwaffe noch unklar.

Sarg des getöteten Piloten in Bundesflagge eingehüllt

Bei der Gedenkveranstaltung war der Sarg des getöteten Piloten – wie bei militärischen Ehren üblich – mit der Bundesflagge eingehüllt, wie der Sprecher erklärte. An beiden Seiten standen Kameraden eine Totenwache, ein Ensemble aus einem Militärmusikkorps mit Streichern und einem Trompeter habe musiziert. Neben Mitgliedern des Geschwaders 73 waren auch Angehörige anderer Verbände nach Laage gekommen.

An der Luftkampfübung vor gut zwei Wochen waren insgesamt drei Eurofighter aus Laage beteiligt gewesen. Die dritte Maschine blieb unversehrt. Es war der erste Unglücksfall des Ausbildungsgeschwaders in Laage, das 1997 aus drei Militärverbänden gebildet worden war: Laage, Preschen bei Cottbus und Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz). Das Geschwader fliegt seit 2004 mit Eurofightern.

Staatsanwaltschaft ermittelt zu fahrlässiger Tötung

Bei dem Unglück kamen keine Zivilisten zu Schaden, obwohl die Eurofighter nur wenige hundert Meter neben zwei Dörfern und über einer beliebten Urlaubergegend abstürzten. Inzwischen sind die Flugdatenschreiber und auch die Wracks sowie viele verstreute Trümmerteile geborgen worden. Das Geschwader aus Laage hatte seine Flüge eine Woche ausgesetzt, fliegt aber inzwischen wieder.

In dem Zusammenhang hat auch die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. So soll geklärt werden, ob menschliches Versagen oder eine technische Ursache zu Zusammenstoß und Absturz geführt haben.

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dpa