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MV aktuell Exklusives Interview mit Till Backhaus: „Ich bete zum lieben Herrgott, dass er uns Regen schickt“
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19:57 01.07.2019
Lorenz Caffier (CDU, r), der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, und Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, informieren bei einer Pressekonferenz über die Löscharbeiten beim größten Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Lübtheen

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat vor einer weiteren Ausdehnung des verheerenden Waldbrands auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen gewarnt. Bis Montagabend brannten laut Minister 450 Hektar.

Das vom Feuer betroffene Waldstück sei insgesamt 2000 Hektar groß. „Wenn wir nicht ausreichend Technologie einsetzen, müssen wir mit dem Schlimmsten rechnen“, sagte er im OZ-Interview.

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Aber auch wenn das Feuer gelöscht werden könne, dürfe es keine schnelle Entwarnung geben, mahnt Backhaus: „Die hochbrennbare Humusschicht, die sich in den letzten 70 Jahren gebildet hat, hält Hitze und Glut lange Zeit.“ Der Minister betonte auch die Gefahr, die von der Munition ausgehe, die noch im Boden verborgen ist. Bei Probegrabungen seien bis zu 45,5 Tonnen pro Hektar zu Tage gefördert worden. „Und wenn es dann knallt, wie ich es selber erlebt habe, denkt man schon darüber nach, ob das richtig ist, was man hier macht.“

Am Ende wandte sich Backhaus gar an höhere Mächte: „Ich bete zum lieben Herrgott, dass er uns Regen schickt – und das möglichst schnell.“

Ein erneutes Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hält die Region in Atem.

Gerald Kleine Wördemann

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