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MV aktuell Facebook-Attacke: Kerkovius tritt aus der Partei aus
Nachrichten MV aktuell Facebook-Attacke: Kerkovius tritt aus der Partei aus
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13:08 11.07.2013
Ein Kommentar im Sozialen Online-Netzwerk Facebook wird für einen Stralsunder Grünen-Politiker zum Problem. Quelle: Frank Söllner/Bernd Hinkeldey
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Stralsund

Der wegen eines Kommentars bei Facebook massiv in die Kritik geratene Stralsunder Grünen-Politiker Christopher Kerkovius (69) hat eine schriftliche Austrittserklärung an seinen Ortsverband geschickt. Das teilte ein Sprecher der Partei Bündnis 90/Die Grünen am Montag mit. In der Austrittserklärung Kerkovius' heißt es unter anderem, er habe mit seinen Äußerungen auf Facebook einen „katastrophalen Fehler“ begangen. Mit seinem Parteiaustritt wolle er nun weiteren Schaden abwenden.

Die Landesvorsitzenden der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller und Andreas Katz, sowie der Kreisvorstand der GRÜNEN Vorpommern-Rügen begrüßten am Mittag den Schritt Kerkovius' und distanzierten sich erneut von seinen Äußerungen.

Scharfe Kritik kam aus den Reihen der FDP. Der ehemalige Landtagskandidat der Grünen habe mit seinen menschenverachtenden Aussagen die Grenzen der Meinungsfreiheit deutlich überschritten, sagte FDP-Landesgeneralsekretär Thomas Heldberg. Mit der Äußerung „verharmlost er auf unterstem Niveau die Morde der rechtsextremistischen NSU.“ Inzwischen ist bei der Staatsanwaltschaft in Stralsund eine Strafanzeige eingegangen. Sie soll nach einem Bericht des NDR von einem FDP-Mitglied stammen. „Wir prüfen jetzt die Vorwürfe“, sagte Oberstaatsanwalt Hans Gibbels.

Der Stralsunder Grüne hatte mit seiner

Äußerung einen Internet-Eintrag kommentiert
, in dem es hieß, Rösler fordere eine Lohnuntergrenze von vier Euro. „Schade, dass die NSU-Gruppe sich nicht solche vorgenommen hat, denn das wäre nicht so schlimm!“, schrieb der 69-Jährige, wenig später nahm er den Kommentar wieder aus dem Netz. Allerdings zu spät: Er war bereits über Facebook weiter verbreitet worden.

„Es tut mir unendlich leid, dass mir in meiner Empörung über die Nachricht, (die vermutlich auch noch falsch war!), dass Herr Rösler angeblich 4.- ¤ als Lohnuntergrenze gesagt haben soll, so aus der Fassung geraten bin“, schreibt der Grüne bei Facebook. Er finde das selbst völlig inakzeptabel und bitte alle, die er verletzt habe, um Verzeihung. Er wolle nun aus dem Netzwerk austreten, weil er wisse, dass er manchmal zu Überreaktionen neige.

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OZ

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