Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Glawe wirbt für Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“
Nachrichten MV aktuell Glawe wirbt für Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:05 25.02.2019
Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) Quelle: St. Sauer/dpa
Anzeige
Schwerin

Wenige Tage vor dem ersten Zusammentreffen im „Zukunftsbündnis MV“ haben Landesregierung und Wirtschaftskammern ihre Initiative zur Fachkräftewerbung runderneuert. „Wir geben der Kampagne „Durchstarten in MV“ ein frisches und modernes Gesicht, setzen auf eine direkte Zielgruppenansprache und werben für eine berufliche Karriere in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin.

„Durchstarten in MV“ läuft seit 2009. Die Internetplattform soll jungen Leuten bei der Berufswahl helfen und Kontakte zu Firmen vermitteln. Wichtigste Neuerung sei eine verbesserte Ansprache der jeweiligen Zielgruppe. Schüler erhalten demnach neben Bewerbungstipps auch Informationen zu beruflichen Perspektiven, Eltern Hinweise zur Unterstützung der Kinder bei der Berufswahl und Betriebe Ratschläge zum „Azubi-Marketing“, wie es hieß.

Firmen suchen vergeblich Lehrlinge

Nach gut zwei Jahrzehnten des Überangebots an Schulabgängern suchen Unternehmen im Nordosten inzwischen immer häufiger vergeblich nach Lehrlingen. So waren nach Angaben der Arbeitsagentur Nord zu Beginn des Ausbildungsjahres 2018/19 noch 3700 Lehrstellen nicht vergeben und konnten zu einem großen Teil auch nicht besetzt werden.

„Aus dem Bewerberüberhang früherer Jahre ist innerhalb weniger Jahre ein deutliches Bewerberdefizit geworden“, konstatierte Glawe. Der Nordosten müsse bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung deutlich sichtbarer werden. Die Fachkräftesicherung soll deshalb auch ein Schwerpunkt im „Zukunftsbündnis MV“ sein. Dem Gremium werden Vertreter von Gewerkschaften, Unternehmensverbänden und Regierung angehören. Es kommt am 4. März erstmals zusammen und ersetzt das frühere „Bündnis für Arbeit“.

Frank Pfaff