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MV aktuell Tod auf der „Gorch Fock“: Justizministerium antwortet auf den Brief der Familie
Nachrichten MV aktuell Tod auf der „Gorch Fock“: Justizministerium antwortet auf den Brief der Familie
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13:47 02.10.2018
Die Offiziersanwärterin Jenny Böken stürzte vom Bug der „Gorch Fock“ 2008 in die Nordsee. Die Eltern fordern seither Aufklärung. Quelle: Ingo Wagner/dpa
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Kiel

Die Eltern der ums Leben gekommenen „Gorch Fock“-Kadettin Jenny Böken haben sich im September an Schleswig-Holsteins Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) gewandt. Nun hat das Justizministerium der Familie geantwortet, berichten die Kieler Nachrichten.

Im Schreiben forderten die Eltern von Jenny Böken, die gegenwärtig von der Staatsanwaltschaft Kiel durchgeführte Prüfung einer Wiederaufnahme der Ermittlungen einer anderen Staatsanwaltschaft zu übertragen. Dem will das schleswig-holsteinische Justizministerin nicht nachkommen. In der Begründung heißt es, dass die Befugnis nach § 145 Abs. 1 GVG dem Generalstaatsanwalt in Schleswig zusteht.

Aus dem Justizministerium heißt es weiter: "Die Justizministerin nimmt keinen Einfluss auf die Ermittlungen und die Entscheidung der justiziellen Behörden. Nur so kann dem Ziel einer von politischen Einflüssen unabhängig arbeitenden Justiz Rechnung getragen werden." Aus dem Grund ziehe Ministerin Sabine Sütterlin-Waack die Ausübung eines Einzelweisungsrechts gegenüber dem Generalstaatsanwalt auch nicht in Betracht.

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