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MV aktuell Ferienquartiere: Streit bald beendet?
Nachrichten MV aktuell Ferienquartiere: Streit bald beendet?
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00:06 01.04.2015
Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) Quelle: Frank Söllner
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Schwerin

Das Land Mecklenburg-Vorpommern strebt eine Änderung der bundesweit gültigen Baunutzungsverordnung an, um Kommunen mehr Freiräume bei der Genehmigung von Ferienwohnungen zu schaffen. Die Landesregierung in Schwerin beschloss dazu gestern, einen entsprechenden Antrag in die Länderkammer in Berlin einzubringen.

Für einen Erfolg dieser Bundesratsinitiative benötigt sie allerdings die Unterstützung anderer Länder. „Der Weg zur Änderung der Baunutzungsverordnung ist leider kein Selbstläufer.

Eine Mehrheit zu bekommen, ist eine Herausforderung“, sagte der Bau- und Wirtschaftsminister aus MV, Harry Glawe (CDU), nach der Kabinettssitzung.

Seinen Angaben zufolge soll durch eine klarstellende Einordnung in das Gesetz „Rechtssicherheit bei der Nutzung von Ferienwohnungen“ erreicht werden. Dies sei nötig, weil nach mehreren Gerichtsurteilen ein Nutzungsmix in Wohngebieten unzulässig sei. Geklagt hatten auch Bewohner von Ferienorten in Mecklenburg-Vorpommern, die sich durch regelmäßigen Gästewechsel in Ferienwohnungen belästigt fühlten.

Hinweise des Bauministers zur Beilegung der örtlichen Konflikte hatten keine dauerhaften Lösungen gebracht.

Laut Harry Glawe gibt es etwa 9700 Anbieter von Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 106000 Betten.

Das Problem: Ein Teil dieser Wohnungen für Urlauber liegt in dichtbesiedelten Wohngebieten. Insbesondere im Ostseebad Kühlungsborn im Landkreis Rostock hatten sich Klagen gegen die vermeintlich illegale Vermietung gehäuft, weil sie dem Bebauungsplan entgegenstehen. Vielfach hatten dafür aber behördliche Zusagen in den einzelnen Gemeinden vorgelegen. Daraus resultierte letztlich der Streit.



OZ

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