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MV aktuell Feuerquallen in der Ostsee entdeckt: Rettungsschwimmer in MV raten zur Vorsicht
Nachrichten MV aktuell Feuerquallen in der Ostsee entdeckt: Rettungsschwimmer in MV raten zur Vorsicht
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20:20 26.08.2019
Eine Feuerqualle schwimmt in der Ostsee vor dem Strand in Markgrafenheide. Quelle: Stefan Sauer
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Markgrafenheide

Vorsicht an den Badestränden von MV: An einigen Küstenabschnitten sind in vergangenen Tagen vermehrt Feuerquallen im Wasser gesichtet worden. Besonders viele Nesseltiere tummelten sich in der Ostsee vor Markgrafenheide. „Das ist aber kein Grund, nicht mehr baden zu gehen“, sagt Thorsten Erdmann, Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Mecklenburg-Vorpommern. Urlauber sowie Einheimische sollten nur vorsichtiger ins Wasser gehen – und die Tiere möglichst meiden.

„Komplett vom Baden abraten würden wir erst, wenn ganze Schwärme von Feuerquallen zu sehen sind“, so Erdmann. Das sei in diesem Sommer aber noch nicht der Fall gewesen. Eigentlich würden sich die Tiere sowieso auf hoher See heimisch fühlen, da sie niedrige Temperaturen bevorzugen.

Ablandiger Wind sorgt für Auftreten von Quallen

Den Weg ins flache Wasser finden Quallen vor allem dann, wenn einige Tage ablandiger Wind geweht hat. Warum, erklärt Ulrich Bathmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW): „Weht der Wind einige Tage vom Strand Richtung Meer, wird das warme Oberflächenwasser vom Strand weggespült und durch kälteres ausgetauscht.“ Damit kommen dann auch die Quallen.

Bildergalerie: So erkennen Sie Feuerquallen

Quallen verderben manch einem Badenden den Spaß Meer. Die Feuerqualle lässt sich aufgrund ihrer Farbe aber gut von den harmlosen Ohrenquallen unterscheiden – und daher leicht vermeiden.

Aktuell wehe ein leicht ablandiger Wind. „Das Wasser ist aufgrund der hohen Lufttemperaturen aber dennoch sehr warm“, so der Experte. Daher dürfte man derzeit nur vereinzelt Feuerquallen im Wasser antreffen. „Das ist aber von Tag zu Tag verschieden – eine Garantie gibt es nie.“

Nesselgift der Feuerqualle reizt die Haut

Der Kontakt mit den nahezu unsichtbaren Tentakeln der Feuerqualle ist in der Regel ungefährlich, kann aber ziemlich schmerzhaft werden und mitunter auch heftige allergische Reaktionen hervorrufen. Das Tückische: Selbst wenn die Quallen an den Strand gespült wurden und nicht mehr leben, können sich Badende an ihr „verbrennen“, weil ihre Nessel­zellen noch aktiv sind. Im Wasser kann man die Feuerqualle aufgrund ihrer roten Farbe leicht von den harmlosen bläulichen Ohrenquallen unterscheiden.

Bildergalerie: Gefahren in der Ostsee

Wussten Sie, dass man in der Ostsee einem der giftigsten Tiere Europas begegnen kann? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um Gefahren der Ostsee kennenzulernen.

Kommt es zu einer Berührung, sollten Badende die betroffenen Stellen möglichst rasch mit Wasser abspülen. „Anschließend kann man Sand auf die gerötete Haut auftragen und vorsichtig mit einer Kreditkarte abschaben“, rät Thorsten Erdmann. Bei zusätzlichen Reaktionen wie Atembeschwerden, Schwindel oder Erbrechen sollten Betroffene immer einen Arzt aufsuchen. Ansonsten reiche auch der Gang zur nächsten Apotheke.

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