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MV aktuell Backhaus fordert Schließung von Wasserwehren wegen Trockenheit
Nachrichten MV aktuell Backhaus fordert Schließung von Wasserwehren wegen Trockenheit
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10:19 24.03.2019
Börgerende: Die Jemnitzschleuse an der Ostsee ist geöffnet. Quelle: dpa
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Schwerin

Angesichts einer drohenden Wasserknappheit hat Umweltminister Till Backhaus (SPD) zum schonenden Umgang mit Wasser aufgerufen. Dazu gehöre auch das Schließen von Wehren, um einen unnötigen Abfluss zu verhindern, sagte Backhaus.

Es gebe in Mecklenburg-Vorpommern ein weit verzweigtes Grabensystem. An deren Enden seien Schotten, um das Wasser in der Fläche halten zu können. Diese Gräben würden in der Regel von den Wasser- und Bodenverbänden betreut, in denen auch die Landwirte sitzen. „Ich habe den Landwirten empfohlen, alle Wehre zuzumachen und kein Wasser mehr herauszulassen.“

Das gelte auch für große Wehranlagen wie etwa bei Heiligendamm oder am Wallensteingraben. „Wir denken auch über ein Notwasser-Versorgungssystem nach.“

Klicken Sie hier, um zu sehen, wie das Wehr der Jemnitzschleuse in Börgerende den Abfluss des Coventer Sees in die Ostsee reguliert.

Schweriner See: Wasserstand um 13 Zentimeter unterschritten

Hintergrund der Ministerforderung ist der lange und trockene Sommer 2018, von dem sich die Natur noch nicht erholt habe. „In den Seen fehlen Millionen von Kubikmetern Wasser, das bekommen wir nicht einfach so wieder aufgefüllt.“

Als Beispiel nannte er den 61 Quadratkilometer großen Schweriner See: Der Wasserstand, das sogenannte Stauziel, um über das Jahr hinweg genügend Wasser zu haben, sei um 13 Zentimeter unterschritten. Auch mit Blick auf die gerade beginnende Vegetation sei er in Sorge. „Es ist zu befürchten, dass bei einem anhaltend hohen Verbrauch und gleichzeitiger Trockenheit große Probleme auftauchen.“

Verschiedene Interessen bei der Wasserversorgung

Beim Wasserhaushalt seien Prioritäten zu beachten: Es beginne bei der Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser. Dann folgten die Bundeswasserstraßen und das Grabensystem, das feucht gehalten werden muss, um das Absterben von Fauna und Flora zu verhindern. Auch die Fischteich- und die Landwirtschaft benötigten dringend Wasser. „All diese Gruppen müssen wir unter einen Hut bekommen.“

RND/dpa

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