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MV aktuell Freikarten für Hansa: Land legt Konzept für Ehrenamtscard vor
Nachrichten MV aktuell Freikarten für Hansa: Land legt Konzept für Ehrenamtscard vor
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19:43 06.06.2019
Jugendfeuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Rostock Groß Klein zeigen ihre Ehrenamtscard, die es in Rostock bereits seit Längerem gibt. Sie soll nun in ganz MV eingeführt werden. Quelle: Ove Arscholl
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Schwerin

Fortschritte im Ringen um eine landesweit gültige Bonuskarte für ehrenamtlich engagierte Menschen: Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD) hat am Donnerstag erste schriftliche Eckpunkte des Konzeptes zur Einführung einer Ehrenamtscard für ganz MV vorgelegt. Titel: „Zivilgesellschaftliches Engagement belohnen – Ehrenamtsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern stärken“.

Das Thema wird insbesondere in den Städten und Kreisen seit Jahren diskutiert. Rostock, Schwerin und der Landkreis Vorpommern-Greifswald hatten als Anerkennung für Menschen, die in Vereinen, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und weiteren gemeinwohlorientierten Einrichtungen aktiv sind, bereits eigene Bonussysteme eingeführt. Stralsund hatte die Einführung einer eigenen Ehrenamtscard noch einmal verschoben, um zunächst die Bemühungen des Landes abzuwarten. In Rostock zählen laut Hesse sogar Freikarten für die Heimspiele des FC Hansa Rostock zu den Gratisleistungen. In Schwerin können Ehrenamtler auf öffentlichen Stellflächen kostenlos parken. Ähnliche Angebote soll es nun für alle Menschen im Land geben.

Verschiedene Angebote in den Landkreisen

Das Land rechnet für den Zeitraum der ersten fünf Jahre nach der Einführung mit Kosten von insgesamt 2,35 Millionen Euro. Den Eckpunkten zufolge soll die Anzahl der Ehrenamtskarten zunächst auf 8000 Exemplare begrenzt werden. Die Vergünstigungen, die es bei der Vorlage einer Ehrenamtscard geben soll, sind von Landkreis zu Landkreis beziehungsweise den kreisfreien Städten Rostock und Schwerin verschieden – je nachdem, welche Partner und Sponsoren mit im Boot sind. Weitere sollen noch durch „Klinkenputzen“ gefunden werden, wie es in dem Papier heißt. Die Landesregierung will für eigene Einrichtungen wie die Staatlichen Museen in Schwerin oder dem Landgestüt Redefin ebenfalls Vergünstigungen beim Eintritt anbieten.

Die Liste an Bedingungen, die man erfüllen muss, um später eine Ehrenamtscard zu erhalten, ist lang. Demnach müssen sich Inhaber beispielsweise mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr für das Gemeinwohl engagieren. Zudem müssen sie dies bis zum Erhalt der Karte bereits zwei Jahre lang getan haben. Für Jugendliche gilt hier eine Frist von mindestens einem Jahr.

Zeitpunkt für Einführung weiter unbekannt

Wann die Ausgabe der Karten starten soll, dazu findet sich in dem Eckpunktepapier aber nach wie vor kein konkreter Zeitpunkt. Die Verteilung soll Vorstellungen der Landesregierung zufolge von den Landratsämtern oder kreisfreien Städten übernommen werden. Dazu solle ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen werden. Strittig ist, ob Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren im Land ersatzweise ihren Dienstausweis einsetzen können, um an die Angebote und Vergünstigungen zu kommen. Die Laufzeit der Karten soll drei Jahre betragen.

Kommentar: Bisschen wenig!

Benjamin Fischer

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