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MV aktuell Freiwilligendienste in MV beginnen bald: Es gibt noch freie Plätze
Nachrichten MV aktuell Freiwilligendienste in MV beginnen bald: Es gibt noch freie Plätze
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08:37 24.08.2019
Am 1. September beginnen die Freiwilligendienste – es gibt noch freie Plätze. Quelle: Patrick Pleul/dpa (Symbolfoto)
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Schwerin

Am 1. September beginnen wieder zahlreiche Freiwillige ihre Dienste bei karitativen Einrichtungen im Nordosten. Die Diakonie begrüßt nach eigenen Angaben knapp 250 Freiwillige, die einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren, teilte der Landesverband mit. Mit einem zentralen Gottesdienst in der Rostocker Nikolaikirche soll der alte Jahrgang verabschiedet und der neue begrüßt werden.

Einige Träger klagen über zu wenig Bewerber, um alle Stellen besetzen zu können. „Wir haben grade in den Pflegeeinrichtungen noch freie Plätze zu besetzen“, sagt Franziska Dombeck, die beim DRK Bufdis koordiniert. In den Ballungsgebieten gebe es mehr Bewerbungen als Plätze, im ländlichen Raum aber gehe die Zahl der Interessenten sogar zurück. Eklatant sei der Mangel bei Bewerbern für den Bundesfreiwillendienst für Über-27-Jährige. „Dies liegt hauptsächlich daran, dass viele nicht wissen, dass der Bundesfreiwilligendienst altersoffen ist“, sagt Dombeck. Insgesamt wird das DRK vom September an 146 Freiwillige in MV einsetzen, die in Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Fahrdiensten, Kitas oder Blutspendediensten arbeiten werden.

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Start ist am 1. September

Auch bei Einrichtungen des Paritätischen gibt es noch Plätze. „Es ist leider noch nicht alles besetzt“, sagt Stephanie Böskens, Sprecherin des Verbandes. Insgesamt seien 90 Plätze zu vergeben, die ungefähr jeweils zur Hälfte für Bufdis und FSJler zur Verfügung stünden. Auch sie berichtet von extrem wenigen Bewerbern über 27 Jahre.

Um den Freiwilligendienst attraktiver zu machen, hatten die Trägerverbände im letzten Jahr ein günstiges Nahverkehrsticket gefordert. Denn von ihrem geringen Salär - beim FSJ durchschnittlich 150 Euro, beim Bufdi maximal 402 Euro - müssen die Dienstleistenden auch ihre Tickets bezahlen, um zur Arbeit zu kommen. Mit ihrem Freiwilligenausweis können sie zwar Ermäßigungen erhalten, einen Anspruch darauf haben sie aber nicht. Eine Petition an den Landtag, die von mehr als 1000 Menschen unterstützt wurde, hatte jedoch keinen Erfolg. Den damaligen Angaben zufolge sind landesweit rund 1500 Freiwillige im Einsatz.

Mehr Anerkennung für Freiwillige

Angesichts von Gratis-Bahnfahrten für Soldaten ab 2020 sollten auch Freiwillige kostenlos reisen dürfen, hatte der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes am Donnerstag gefordert. „Die haben Anerkennung verdient und können bei ihrem kleinen Taschengeld diese Freifahrten auch materiell wirklich brauchen.“

Von dpa/RND