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MV aktuell Trotz Corona-Lockdown: Zehn Freizeit-Tipps für den November in MV
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Freizeit-Tipps in MV für Corona-Lockdown: Das geht trotz Einschränkungen

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17:56 02.11.2020
Freie Zeit und alles zu? Auch im Lockdown ist in MV einiges möglich. Quelle: diverse
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Rostock

Der Lockdown-Light hat begonnen. Viele Freizeiteinrichtungen wie etwa Kinos, Museen, Theater, Freizeitparks, Discos, Bars, Clubs oder Fitnessstudios bleiben geschlossen. Aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen sollen Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, unnötige Reisen und Besuche von Verwandten verschoben werden. Erlaubt ist noch, dass sich maximal zehn Personen aus zwei Hausständen treffen können.

Auch jetzt kann man in Mecklenburg-Vorpommern einiges erleben, kreativ sein und die Freizeit schön gestalten. Wir haben ein paar Tipps zusammengefasst:

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Ab an den Strand

Trotz Corona muss man den November nicht zu Hause verbringen: Bewegung an der frischen Luft tut gut und stärkt das Immunsystem. Wie wäre es also mit einem ausgedehnten Strandspaziergang? MV hat eine tolle Küste, an der sich gerade nach der Hauptsaison und erst recht durch die Corona-Einschränkungen viel weniger Menschen tummeln. So ist es kein Problem, die nötigen Abstände einzuhalten.

Blick vom Steilufer Richtung Warnemünde. Am Strand kann man ganz leicht 1,5 Meter Abstand halten. Quelle: Manuela Wilk

Wer seinen Vierbeiner mitnehmen will – auch kein Problem. In der Wintersaison dürfen die Tiere an vielen Stränden wieder toben. Allerdings sollte man sich vorher auf den Internetseiten der Gemeinden/Städte informieren, ob immer noch Sonderregelungen gelten.

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In Warnemünde beispielsweise können Hunde von Oktober bis April an allen Strandaufgängen mitgeführt werden. Am Hauptstrand (Westmole bis Strandaufgang 21) besteht aber Leinenzwang besteht. Zudem sollte man unbedingt die Hinterlassenschaften seiner Lieblinge aufsammeln.

Mit Glück findet man an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns Bernstein. Quelle: dpa

Wer mag, hält Ausschau nach schönem Strandgut. Hühnergötter und Bernstein gehören sicher zu den beliebtesten Objekten. Doch auch der eine oder andere „normale“ Stein hat Potenzial. Beim Lockdown im Frühjahr wurden vielerorts sogenannte Steinschlagen gelegt, die Mut machen und Solidarität demonstrieren sollten. Auch als Deko vor der Haustür oder mögliches Geschenk zu Weihnachten macht ein hübsch bemalter Stein sicher etwas her.

Corona-Steinschlange hat es im Frühjahr vielerorts gegeben. Bemalte Steine können Mut machen, aber sind sicher auch ein Weihnachtsgeschenke ein Hingucker. Quelle: Miriam Weber

Wind und Wetter trotzen

Gerade im Herbst bläst er an der Küste oft ordentlich: der Wind. Zeit, um einen Drachen zu basteln und steigen zu lassen. Wer nicht den nötigen Platz vor der Haustür hat, kann sich hier vielleicht eine Anregung holen, wo der Herbstspaß möglich ist.

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Mandy Wild, ihr Sohn Lenny und Familienvater Ronny lassen auf einem Acker bei Stedar ihren Drachen steigen. Quelle: Christa Driest

Urlaub in MV oder anderen Bundesländern ist ja gerade nicht möglich. Die Hotels in MV haben nur für Geschäftsreisende noch geöffnet. Trotzdem kann man bei Ausflügen die Region wunderbar erkunden. Planen Sie doch einfach eine Radtour mit der Familie. Entlang der Küste oder im Hinterland gibt es viele schöne Strecke zu entdecken. Auch Hiking-Touren sind in MV beliebt.

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Bei individuellen Radtouren kann man einfach dort stoppen, wo es einem gerade gefällt Quelle: Michael Prochnow

Spiel und Spaß sind auch weiterhin auf den Spielplätzen im Land gegeben. Denn anders als im Frühjahr sind diese im November nicht gesperrt worden. Allerdings können die Landkreise bei hohen Infektionszahlen hier weitere Einschränkungen vornehmen.

Tiere beobachten

Zoos dürfen weiterhin öffnen, allerdings nur deren Außenbereiche. So gelten auch im Wildpark MV in Güstrow besondere Regeln. Besucher sollten zum Eigenschutz und zum Schutz der Mitarbeiter sowie anderer Gäste eine Mund-Nasen-Masken tragen. Eine Maskenpflicht besteht im Eingangsbereich (Kasse, Shop) und in den WCs und in der Raubtier-WG. Zudem gibt es einen gesonderten Ausgang. Wer nach Güstrow fahren will, kann das Ticket ganz normal an der Kasse kaufen – eine Anmeldung ist nicht nötig. Es gibt aber keine kommentierten Fütterungen. Für die Verpflegung wird ein „Außerhausverkauf“ angeboten, im Außenbereich gibt es also To-Go-Produkte. Weitere Infos hält der Wildpark auf seiner Internetseite bereit.

Die Eisbären im Rostocker Polarium können auch von einem Fenster außerhalb des Hauses betrachtet werden. Quelle: dpa-Zentralbild

Auch der Rostocker Zoo freut sich nach wie vor über Besucher. Sonn können alle Außenbereiche besichtigt werden. Die Tierhäuser wie beispielsweise das Polarium und Darwineum und auch die Restaurants bleiben geschlossen. Auch die Schaufütterungen entfallen. Die Eintrittspreise werden entsprechend ab 2. November reduziert, teilt der Zoo mit.

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Im Stralsunder Zoo sind Besucher ebenfalls weiterhin willkommen. Der Zutritt zu den Gebäuden ist bis Ende November aber nicht möglich. Die Angebote der Zooschule entfallen. Auch bei der gastronomischen Versorgung müsse mit Einschränkungen gerechnet werden. Auch der Tierpark in Greifswald weist auf die bestehenden Abstandsregeln und die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen hin.

Der Wismarer Tierpark ist laut Webseite täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, eine Maskenpflicht besteht nicht. Auch muss man sich nicht für einen Besuch anmelden. Der Spielplatz könne, bis auf die Trampolinanlage, wie gewohnt genutzt werden, das Bistro ist geöffnet.

Ausflug in zuckersüße Marmeladen- und Bonbonwelten

Robert Dahl hat angekündigt, dass seine Karls-Erlebnishöfe in Rövershagen bei Rostock, Elstal bei Berlin, Warnsdorf bei Lübeck, sowie auf Rügen und Usedom offen bleiben – mit Einschränkungen. Dort kann man auch trotz Lockdown, nach Weihnachtsgeschenken schauen und sich vom Duft frisch gekochter Erdbeermarmelade einhüllen lassen. „Wir schließen die Gastronomie und sämtliche Fahrgeschäfte und Attraktionen. Aber der gesamte Verkauf – unsere Märkte – bleiben unter den geltenden Hygienebestimmungen weiterhin offen“, so Dahl.

Sportlich unterwegs

Nach den Beschlüssen von Bund und Land gilt ab dem 2. November ein Trainings- und Wettkampfverbot für Sportler in Amateurvereinen. Profisport darf weiter ausgeübt werden. Zuschauer sind dabei allerdings ausgeschlossen. Kinder und Jugendliche sollen bis zum Alter von 18 Jahren weiter in ihren jeweiligen Sportarten trainieren dürfen. Das gilt auch für Schwimmen und Tanzen. Schwimmbäder und Tanzschulen dürfen zu diesem Zweck öffnen.

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Erlaubt ist natürlich auch individuelles Training mit bis zu zwei Personen – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Tennis, Badminton, Tischtennis oder Golf können somit zum Beispiel gespielt werden. Joggen zu zweit durch den Wald ist auch möglich. Oder wie wäre es mit einer Runde am Gehlsdorfer Ufer in Rostock? Auch durch den Darßer Urwald führen tolle Wege. Das Beste: hier sind meist eh nicht so viele Menschen unterwegs. Anspruchsvoll und mal etwas anderes sind Läufe am Strand. So bietet sich beispielsweise auf Usedom eine Strecke von Zinnowitz nach Trassenheide an.

Der Gespensterwald von Nienhagen ist für viele eine begehrte Jogging-Strecke. Quelle: Sabine Hügelland

Wer nicht gern laufen geht, kann sich auch mit anderen sportlichen Übungen an der frischen Luft oder daheim fit halten. Dafür braucht man noch nicht einmal ein eigenes Fitnessstudio oder schwere Geräte. Trainiert werden kann ganz einfach mit dem eigenen Körpergewicht.

Drinnen gemütlich machen mit den Liebsten

Wenn es draußen grau, nass und ungemütlich ist, kann man es sich auch drinnen besonders schön machen. Wie wäre es mal wieder mit einem Spielenachmittag? Ob mit Kindern, dem Partner oder mit den Nachbarn, unter Einhaltung der Corona-Regeln, Klassiker wie Mensch-ärgere-Dich-nicht, Scrabble, Monopoly oder Mau Mau kommen nie aus der Mode.

Aus bunten Herbstblättern kann man viel Kreatives und Schönes basteln. Quelle: dpa

Alternativ kann auch zusammen gebastelt werden. Entweder man schnappt sich die herbstlichen Mitbringsel vom letzten Spaziergang und macht daraus Tiere des Waldes, Kastanienmännchen und Co. oder man bereitet sich schon auf die kommende Adventszeit vor. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und Spaß haben dabei sicher nicht nur die Kinder.

Von OZ