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MV aktuell Für Kreuzliner: Land kauft Nordic Hafengelände in Warnemünde ab
Nachrichten MV aktuell Für Kreuzliner: Land kauft Nordic Hafengelände in Warnemünde ab
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02:27 25.04.2014
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Eine Hand wäscht die andere: Der Kauf der Volkswerft Stralsund durch Nordic Yards hat offenbar auch für den Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde Vorteile. Das Land Mecklenburg-Vorpommern plant, dem russischen Unternehmen insgesamt elf Hektar Kaikante auf dem Ruinenfeld der ehemaligen Warnowwerft abzukaufen. Das bestätigte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) der OSTSEE-ZEITUNG. Der Regierungschef sprach von einer klassischen „Win-win-Situation“, bei der beide Seiten profitieren.

Fakt ist: Nordic braucht Geld. Das Unternehmen muss in den kommenden Wochen den Kaufpreis von mindestens fünf Millionen Euro für die Volkswerft aufbringen, bis zum Jahresende 250 neue Mitarbeiter einstellen sowie mittelfristig bis zu 15 Millionen Euro in den neuen Standort Stralsund investieren. Das Land bietet im Gegenzug den Ankauf und das Herrichten der dringend sanierungsbedürftigen, größtenteils sogar mit Schadstoffen verunreinigten Flächen auf der Südseite des Werftbeckens. Über den Kaufpreis schweigen sich alle Beteiligten aus.

Nordic-Sprecher Stefan Sprunk berichtete von Gesprächen zwischen Land, Werft, Hansestadt Rostock und Hafenentwicklungsgesellschaft (Hero). Sein Unternehmen warte auf ein positives Signal der Landesregierung. Auch Hero-Sprecher Christian Hardt bestätigte Verhandlungen. Aus dem Tief- und Hafenbauamt der Stadtverwaltung hieß es, das Land wolle öffentliche Fördermittel bereitstellen. Geplant sei ein Multifunktionskai sowohl für Kreuzfahrt- als auch für Ausrüstungsschiffe für künftige Windparks auf See.

Für Nordic jedenfalls ist und bleibt das Gelände „von strategischer Bedeutung“, erklärte Werftsprecher Sprunk. Es sei nötig, bestimmte Anlagen und Produktionsteile über diesen Teil des Hafenbeckens zu verschiffen. „Gerade in der Offshore-Branche werden weitläufige Flächen benötigt, um beispielsweise Fundamente für Windräder zu lagern und versandfertig zu machen“, so Sprunk.

Christian Hardt sieht Vorteile für die Kreuzfahrtbranche. Allein in diesem Jahr laufen 179 mal Kreuzliner den viel zu kleinen Anleger von Warnemünde an. Den Anfang macht am 5. Mai die AIDAbella. Der Hafen zählte 2013 rund 365 000 Kreuzfahrttouristen. Laut Hardt fand etwa ein Dutzend der Ozeanriesen im letzten Jahr keinen Platz in Warnemünde und musste deshalb auf den weniger attraktiven Überseehafen ausweichen. Hardt begrüßt deshalb die Pläne des Landes: „Auf der Südseite des Hafenbeckens muss sich dringend etwas tun.“ Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) unterstützt die „Bemühungen zur Weiterentwicklung des Hafens“. Eine Förderung von Anlagen zur Landstromversorgung, damit Kreuzfahrer umweltschonend ihren Diesel abstellen können, sei „prinzipiell denkbar“.



Jörg Köpke

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