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MV aktuell Für drei Millionen Euro neue Kfz-Prüfstation am Sund
Nachrichten MV aktuell Für drei Millionen Euro neue Kfz-Prüfstation am Sund
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06:09 20.05.2015
Dekra-Ingenieur Olaf Schnur (55) bei der technischen Überprüfung eines Pkw.
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Stralsund

70 000 Kraftfahrzeuge testen die  Dekra-Ingenieure in Stralsund jedes Jahr. Rund 2000 waren es bislang in der alten Prüfstation am Langendorfer Berg. Das soll sich jetzt ändern. Manfred Preetz (59), Leiter der Dekra-Niederlassung Rostock-Stralsund: „Wir gehen davon aus, dass wir diese Zahl auf 4000 verdoppeln.“

Klappen soll das vor allem durch den neuen Standort am Grünhufer Bogen 100. Seit Herbst vergangenen Jahres lässt dort eine Immobiliengesellschaft ein Gebäude errichten, das speziell auf die Bedürfnisse von Deutschlands größter Prüforganisation abgestimmt ist.

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Fast zwei Millionen Euro steckt die Gesellschaft in den Zweigeschosser. Die Dekra selbst investiert in die Inneneinrichtung und vor allem in die hochmoderne Technik noch einmal 1,1 Millionen Euro.

Andreas Jagusch (53), der die Stralsunder Station leitet, betont: „Wir werden so ausgerüstet sein, dass wir allen neuen Forderungen des Gesetzgebers entsprechen.“

Dazu gehört zum Beispiel, dass Bremsen von Lkw künftig unter Ladung geprüft werden müssen. Eine nachvollziehbare Forderung. Doch welcher Spediteur schickt seinen Laster schon mit Fracht zur Hauptuntersuchung? Also wird mit Hilfe einer speziellen Konstruktion an der Messstation das Gewicht simuliert.

Prüfingenieur Olaf Schnur (55) freut sich schon auf die Arbeit in der neuen Station. „Die Bedingungen dort sind sehr gut“, betont er. Ganz unabhängig davon hätte sowieso in neue Technik investiert werden müssen.

Warum also nicht gleich neu bauen? „Wir hoffen, am neuen Standort auch deutlich besser wahrgenommen zu werden“, sagt Niederlassungsleiter Preetz, der davon ausgeht, dass der Mitarbeiterstamm in Stralsund demnächst von derzeit 31 auf gut 40 wächst.

Zu den Aufgaben der Dekra gehört nicht nur die Überprüfung von Kraftfahrzeugen. Auch technische Anlagen werden von den Ingenieuren begutachtet.



Jens-Peter Woldt