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MV aktuell Genügend Plätze für Wohnungslose in MV
Nachrichten MV aktuell Genügend Plätze für Wohnungslose in MV
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10:27 11.11.2018
In den Notunterkünften halten die großen Städte in Mecklenburg-Vorpommern nach eigenen Angaben genügend Plätze für wohnungslose Menschen bereit. (Symbolbild) Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
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Rostock

Wie viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern keine feste Wohnung haben, ist noch immer unklar. Ihre Versorgung ist Aufgabe der Kommunen, die jedoch nicht verpflichtet sind, Statistiken zu führen, wie ein Sprecher des Sozialministeriums erklärt.

Die jüngsten Zahlen stammen von März 2017. Damals zählten die Kreise 144 Menschen ohne festen Wohnsitz. Allerdings hatten Rostock und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte keine Zahlen geliefert.

Bis zu 400 Menschen in Rostock betroffen

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hatte daraufhin im Bund eine Initiative für die Einführung einer deutschlandweiten Wohnungsnotfallstatistik gestartet. Derzeit arbeite das zuständige Bundessozialministerium an einem Gesetzesentwurf, sagte der Sprecher.

Allein in Rostock geht Ingrid Ladenthin, Sozialarbeiterin bei der Obdachlosenhilfe Rostock, von bis zu 400 Betroffenen aus. Es gebe eine Dunkelziffer, etwa von Menschen, die bei Freunden oder Bekannten unterkommen.

Nur deshalb gebe es im Winter genügend Plätze in den Unterkünften, sagt Ladenthin. „Sonst wäre es ein bisschen eng.“ Ihr Verein betreut etwa 100 bis 150 Menschen in Unterkünften und mit dem Kältebus.

„Die Biografien derer, mit denen ich arbeite, haben sich kaum verändert“, sagte sie. Viele Betroffene hätten früher im Berufsleben gestanden und hätten irgendwann - „durch die Umstände“ - den Anschluss verloren.

Ausreichend Plätze zur Verfügung

Jüngere hätten ihre Wohnung häufig durch Trennungen oder Kündigungen etwa wegen Ruhestörungen oder Freiheitsstrafen verloren. „Es ist unwahrscheinlich schwer, die Füße aus dieser Schleife wieder rauszubekommen, jedenfalls ohne Hilfe.“

In den großen Städten des Landes stehen für den Winter genügend Plätze für Obdachlose zur Verfügung, teilen die Verwaltungen unisono mit. „Jeder, der Hilfe beantragt, bekommt eine Unterkunft“, sagt etwa der Sprecher der Stadt Wismar.

Hürden für die Notunterkünfte seien hoch

In Neubrandenburg würden die Übernachtungsplätze in den kalten Monaten um Aufenthaltsräume erweitert, damit die Menschen auch tagsüber drin bleiben könnten, erklärte die Stadtsprecherin.

Zwar müsse auch in Rostock theoretisch niemand im Winter auf der Straße übernachten, doch die Hürden für die Notunterkünfte seien zu hoch, sagt Ladenthin.

„Gut wären Stellen, die man aufsuchen kann, ohne beim Sozialamt vorstellig zu werden.“ Sie wolle Kirchen in der Stadt ansprechen, ob diese ihre Türen öffnen würden.

dpa/RND

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