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MV aktuell So zeigte sich Maria K. in den sozialen Medien
Nachrichten MV aktuell So zeigte sich Maria K. in den sozialen Medien
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22:15 21.03.2019
Maria K. auf einem ihrer Accounts in den sozialen Netzwerken. Quelle: privat
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Zinnowitz

Mit Hochdruck sucht die Polizei nach Spuren, die zu dem Täter führen, der die 18-jährige Maria K. aus Zinnowitz getötet hat. Dutzende Beamte durchkämmten am Donnerstag das Umfeld des Hauses sowie ein Waldstück. Das 60-köpfige Ermittlerteam konzentriert sich bei seinen Untersuchungen aber auch auf die sozialen Medien, die analysiert und nach Hinweisen durchforstet werden.

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Maria K. hat nach Polizeiangaben einen großen Freundeskreis und viele Kontakte in den sozialen Medien gehabt. Wer Marias Online-Präsenz verfolgt, sieht ein fröhliches Mädchen mit dem Hang zu schrägen Videos. Sie hat mehrere Accounts in den Netzwerken Facebook, Instagram und auch zwei kleine Videos bei YouTube gepostet. Die 18-Jährige stellte vor allem Fotos von sich online – Selfies, auf denen sie posierte, lachte, nachdenklich schaute, kleine Sketche vortrug. Sie wechselte häufiger ihre Haarfarbe, trug gern Mützen, präsentierte sich wahlweise mit blonden, pinken oder braunen langen Haaren.

Lustige und traurige Videos auf Instagram

Wie viele Jugendliche war sie offenbar eine Freundin bunter Instagram-Gesichtsfilter, die sie beispielsweise mit Hasenohren, übergroßen Augen und Tupfen auf der Nase zeigten. Außerdem nutzte die 18-Jährige auch häufig TikTok-Videos. Seit einer Weile gibt es bei Jugendlichen einen Hype um das chinesische Videoportal TikTok, das eine Lippensynchronisation für Musikvideos und kurze Clips ermöglicht. Maria hat sowohl Filmchen von sich bei Instagram eingestellt, in denen sie Texte (gesungen von Künstlern) per Lip-Synchronisation „nachsang“ oder auch lustige Szenen aus Filmen wie „Fack ju Göte“ nachahmte.

Auf Instagram stellte sie mehrere Videos ein, wo sie sich vor allem komisch präsentierte. Es finden sich aber auch Clips vom September 2018 mit tieftraurigen Liebesbotschaften an ihren Ex-Freund. Beispielsweise ein Rap, in dem sie ihn, von Musik untermalt, fragt: „Lass mich dir mal eine Frage stellen: Warum warst du mit mir zusammen?“ Der gleiche Freund taucht auch auf älteren Facebook-Fotos auf ihrer Seite auf.

Ihr letzter Eintrag bei Facebook stammt von Januar 2019, als sie ihr Profilbild änderte. Es zeigt ein blondes, lachendes Mädchen mit Mütze, Nasenring und zerrissener Jeans. Auf einem der zwei Bilder beugt sie sich nach vorn und presst die flachen Hände aneinander, ähnlich wie beim Gebet.

Opfer hatte mindestens eine Stichverletzung

Rückblick: Maria K. ist am Dienstagabend von einer Bekannten tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Sie hatte sie telefonisch mehrfach nicht erreicht und sich deshalb Sorgen gemacht. Eine Obduktion ergab, dass die 18-Jährige einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.

Laut Staatsanwaltschaft habe der Körper der Frau mindestens eine Stichverletzung aufgewiesen. Seitdem sucht die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter, bislang aber ohne heiße Spur. Derzeit konzentriert sich die Polizei auf Befragungen im Umfeld des Opfers, das sehr groß und weit verzweigt sei. In den sozialen Medien hatten vermeintliche Freunde der jungen Frau behauptet, sie sei schwanger gewesen. Das wollte die Staatsanwaltschaft weder dementieren noch bestätigen.

vw

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