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MV aktuell Getötete Maria K. in Stralsund beigesetzt
Nachrichten MV aktuell Getötete Maria K. in Stralsund beigesetzt
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14:52 11.04.2019
Die 18-jährige Maria K. aus Zinnowitz wurde am 11. April in Stralsund in einem Urnengrab beigesetzt. Quelle: privat
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Stralsund

Die 18-jährige Maria K., die am 19. März nach Gewalteinwirkung tot in ihrer Zinnowitzer Wohnung aufgefunden wurde, ist am Mittwoch im Beisein ihrer Familie und enger Freunde in Stralsund beigesetzt worden. Den Ort hatte die Mutter festgelegt, weil die junge Frau dort geboren wurde und sich viel bei den Großeltern und der Urgroßmutter aufgehalten hat.

Der Termin der Urnenbeisetzung war glücklicherweise nicht öffentlich geworden, sodass die Familie in Ruhe Abschied nehmen konnte. In Zinnowitz, wo Maria die letzten Jahre gelebt hat, gab es in der vergangenen Woche eine Gedenkandacht in der evangelischen Kirche.

In der Evangelischen Kirche von Zinnowitz auf Usedom haben viele Trauergäste Platz genommen, um von Maria K. Abschied zu nehmen.

Mutter trägt Locke der Tochter bei sich

Marias Mutter, Steffi K., sagte der OSTSEE-ZEITUNG, dass die Beisetzungszeremonie für ihre Tochter am Mittwoch ganz so verlaufen sei, wie sie und Marias Oma sich das vorgestellt hatten. „Es war sehr feierlich und liebevoll, aber für uns alle, besonders aber für mich als ihre Mutter und für ihre Brüder Julian und Fabian ein sehr schwerer Tag.“ Dennoch habe sie in gewisser Weise mit dem Tod ihrer Tochter etwas abschließen können. „Ich merke es daran, dass ich wieder Fotos von Maria mit einem Lächeln anschauen kann. Außerdem trage ich immer eine Locke von ihr bei mir. Das hilft, mit dem schweren Verlust besser klarzukommen.“

Klicken Sie hier, um weitere Bilder von dem Angedenken an Maria K. aus Zinnowitz zu sehen, die ermordet aufgefunden worden war.

Große Unterstützung durch das CJD

Steffi K. bedankt sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei den Mitarbeitern des CJD für die umseitige und sehr persönliche Zuwendung, die sie und ihre Söhne erfahren hätten nach der furchtbaren Tat. Die Familie wird seit viereinhalb Jahren vom CJD betreut, die zehn und fünf Jahre alten Brüder von Maria besuchen die Grundschule und den Kindergarten. Auch viele enge Freunde von Maria hätten sich um die Familie sehr gekümmert, wofür sie dankbar sei. „Das Gefühl, mit der furchtbaren Situation nicht allein zu sein, hat mich aufgefangen“, so Steffi K. Sie warte nun inständig darauf, dass die Polizei an ihrer Tür klingele und ihr die erlösende Nachricht von der Verhaftung des oder der Täter überbringe.

Maria K., die im dritten Monat schwanger war, wie die Mutter der OZ bestätigt hatte, war durch eine Bekannte erstochen aufgefunden worden. Seitdem sucht die Polizei den oder die mutmaßlichen Täter. Doch obwohl alles in der Wohnung und im Umfeld akribisch abgesucht wurde, mehrfach Spürhunde und Spezialkräfte im Einsatz waren und neben der Familie auch Dutzende Freunde befragt worden sind, darunter der angebliche Vater des Kindes, gibt es immer noch keine heiße Spur.

Eine 18-jährige Frau ist am Dienstagabend in ihrer Wohnung in der Zinnowitzer Waldstraße (Insel Usedom) tot aufgefunden worden.

Sonderkommission muss vielen Spuren nachgehen

„Die Polizei-Sonderkommission ermittelt nach wie vor mit Hochdruck. Aber es ist noch sehr vielen Spuren nachzugehen, da Maria in zahlreichen sozialen Netzwerken unterwegs war und einen großen Freundeskreis besessen hat“, sagt Nicole Buchfink, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. So gab es am Mittwoch erneut Befragungen von Freunden, unter anderem in der Stadt Torgelow.

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