Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Gold vom Sund wird immer berühmter
Nachrichten MV aktuell Gold vom Sund wird immer berühmter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:09 15.08.2014
Museumsdirektor Andreas Grüger zeigt den Goldschmuck von Hiddensee. Er besteht aus 16 Teilen, die aus 23-karätigem Feingold (Goldgehalt 95 Prozent) gefertigt wurden. Quelle: Christian Rödel
Anzeige
Stralsund

Die Goldschätze von Hiddensee und Peenemünde aus dem Stralsunder Kulturhistorischen Museum werden immer berühmter. Allein im Britischen Museum in London wurden die mittelalterlichen Schmuckstücke zwischen März und Juni dieses Jahres von 288 000 Besuchern bewundert.

Sie sind Teil der größten Wikinger-Ausstellung der vergangenen 20 Jahre. Die Exposition kam im Ergebnis der Zusammenarbeit des Dänischen Nationalmuseums Kopenhagen, des Britischen Museums London und des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin zustande. Leihgeber sind 23 Museen aus zwölf europäischen Ländern, darunter das Kulturhistorische Museum in Stralsund.

Anzeige

Zum Auftakt der Tournee war die Ausstellung von Juni bis November 2013 in Kopenhagen zu sehen. Die Organisatoren in der dänischen Hauptstadt zählten dort immerhin 162 000 Besucher. Vom 10. September an wird das erfolgreiche internationale Projekt im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen sein.

Nach Abschluss des europäischen Ausstellungsprojektes im Jahr 2015 werden sowohl der Hiddenseer als auch der Peenemünder Goldschmuck im Original im Katharinenkloster in einer Dauerausstellung gezeigt. Bis dahin wird ein Raum entsprechend vorbereitet sein.

1,2 Millionen Euro kostet der Umbau der alten Klosterschule. Das Geld kommt aus dem Bundesministerium für Kultur und Medien. Außerdem fließen Städtebaufördermittel in das Projekt. Die Stadt Stralsund ist mit einem Eigenanteil von 370 000 Euro dabei. Die Ausstellung selbst wird mit Hilfe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern finanziert.

Der Hiddenseer Goldschmuck stammt aus dem 10. Jahrhundert. Er besteht aus 16 Teilen und wird dem legendären dänischen König Harald Blauzahn zugeordnet. Gefunden wurde der Schatz nach Sturmfluten zwischen 1872 und 1874 am Strand von Hiddensee.

Zum Peenemünder Schmuck gehören acht Armringe aus Feingold, von denen einer halbiert ist. Er stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert und wurde 1905 und 1908 im Norden der Insel Usedom gefunden.



Jens-Peter Woldt