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MV aktuell Grüne in MV: Kampfabstimmung um Landesvorsitz
Nachrichten MV aktuell Grüne in MV: Kampfabstimmung um Landesvorsitz
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00:00 04.10.2018
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Schwerin. Bei der Vorstandswahl der Grünen in MV am 20. Oktober in Güstrow kommt es zu einer Kampfabstimmung. Um den Platz in der Doppelspitze, der durch den Rückzug des bisherigen Co-Vorsitzenden Johann-Georg Jaeger frei wird, bewerben sich die Pädagogin und frühere Landtagsabgeordnete Ulrike Berger aus Greifswald und der Software-Entwickler Mathias Engling aus Nordwestmecklenburg. „Ich will Frauenpower an der Spitze unserer Partei“, sagte Berger am Dienstag in Schwerin. Deshalb konkurriere sie gegen Engling und nicht gegen die zweite Landesparteichefin Claudia Schulz, die aller Voraussicht nach ohne Gegenkandidaten zur Wiederwahl antreten wird. Die Rostocker Agrarökologin steht erst seit Februar 2018 mit an der Spitze der Landespartei. Sie trat die Nachfolge von Claudia Müller an, die das Amt nach ihrer Wahl in den Bundestag abgegeben hatte.

Ulrike Berger Quelle: Foto: Büttner/dpa
Mathias Engling Quelle: Foto: Grüne

Gemäß Satzung des Grünen-Landesverbandes muss dem aus zwei gleichberechtigten Personen bestehenden Vorstand mindestens eine Frau angehören. Es könnten also auch zwei sein. „Ich sehe das sportlich und finde wichtig, dass sich die Delegierten zwischen zwei Kandidaten entscheiden können“, sagte Engling.

Die Grünen zählen nach Angaben des Vorstandes in MV rund 700 Mitglieder. Wie Jaeger sagte, will der Landesverband nach dem schwachen Abschneiden zur Landtags- und Bundestagswahl bei den bevorstehenden Kommunalwahlen wieder mehr Wähler gewinnen. „Eine Fünf vor dem Komma sollte es schon wieder sein“, sagte er. Bei der Landtagswahl 2016 hatten die Grünen mit 4,8 Prozent den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Mit dem Verlust der Landtagsfraktion sei auch die öffentliche Wahrnehmung gesunken, räumte die Parteispitze ein. Bei der Bundestagswahl war die Partei im Nordosten ebenfalls unter fünf Prozent geblieben, konnte aber dank des besseren Abschneidens im Bund das Mandat behalten.

Schulz gab strategische Fehler in den Wahlkämpfen zu, äußerte sich aber zuversichtlich, dass die Grünen mit dem neuen Vorstand – unabhängig vom Ausgang der Wahl – wieder an Zuspruch gewinnen. Ihre Partei packe Themen an, die von der Konkurrenz nicht oder nur halbherzig angegangen würden. Frank Pfaff

OZ

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