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MV aktuell Halbe Million Euro Schaden durch Trickdiebe in MV
Nachrichten MV aktuell Halbe Million Euro Schaden durch Trickdiebe in MV
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08:31 30.12.2018
Trickdiebe sind auch weiter in MV aktiv. Der Schaden liegt bei fast einer halben Million Euro. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Schwerin

Allen Warnungen zum Trotz haben Trickdiebe mit ihren Betrugsmaschen bei älteren Menschen in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder Erfolg. So registrierte das Landeskriminalamt im zu Ende gehenden Jahr etwa 95 solcher Vergehen und damit fast 20 Prozent mehr als im Jahr 2017. Die Schadenssumme fiel mit knapp 470 000 Euro bislang aber geringer aus als im Jahr davor, als mit 615 000 Euro der bislang höchste Wert registriert wurde.

Die Berichterstattung über Betrugsfälle und die regelmäßigen Warnungen vor Trickdieben haben nach Einschätzung der Polizei zu einer höheren Sensibilisierung in der Bevölkerung geführt. So würden auch mehr Verdachtsfälle gemeldet. Im laufenden Jahr seinen es bislang rund 1300 gewesen, gut 300 mehr als im Jahr davor.

90 Prozent im Versuchsstadium

Erfreulicherweise blieben trotz insgesamt steigender Fallzahlen über 90 Prozent im Versuchsstadium stecken, konstatierte ein Behördensprecher. Die Angerufenen hätten frühzeitig den Betrug erkannt, sich nicht einschüchtern lassen und das Telefonat beendet.

Laut Polizei versuchen es die Täter noch immer mit dem klassische Enkeltrick unter Vorspielen eines angeblichen Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnisses. Jeder dritte angezeigte Fall sei damit verbunden gewesen. Zudem würden sie als vermeintliche Polizeibeamte auftreten und das Schutzbedürfnis ihrer Opfer ausnutzen. Auch die Aussicht auf große Geldgewinne verleite Angesprochene immer wieder, auf zuvor erhobene Forderungen einzugehen.

Täter in Einzelfällen festgesetzt

Nach Einschätzung der Polizei kam es häufig nur deshalb nicht zur Vollendung von Betrugshandlungen, weil aufmerksame Bürger beherzt eingriffen. Dazu zählten etwa auch Taxifahrer, mit denen Betroffene zur Bank fuhren, um große Summen abzuheben, oder Bankmitarbeiter. Die Einschaltung der Polizei habe dann vor Verlusten bewahren können. In Einzelfällen hätten danach Täter auch festgesetzt werden können. „Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt und Geld verlangt“, rät die Polizei.

RND/dpa

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