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„Heimkehrertag“ gegen Fachkräftemangel in MV

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17:08 27.12.2019
Am Freitag fanden in Wismar, Schwerin und Neubrandenburg gleich mehrere Heimkehrertage statt. Unternehmensvertreter warben bei den Veranstaltungen mit Jobangeboten für abgewanderte Landeskinder. Quelle: Monika Skolimowska/ZB/dpa
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Schwerin/Neubrandenburg

Unternehmer, Gastronomen, Handwerker und Einrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern haben am Freitag bei gleich mehreren „Heimkehrertagen“ um Fachkräfte für sich geworben. Bei Veranstaltungen in Wismar, Schwerin und Neubrandenburg unterbreiteten sie Stellenangebote an abgewanderte Landeskinder, um sie zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen. Die Veranstalter hatten die Informations- und Werbeaktionen gezielt in die Zeit der Feiertage gelegt. Auf diese Weise sollten Frauen und Männern, die über die Feiertage ihre Familien im Nordosten besuchten, erreicht werden. Dies sei auch gelungen, wobei andere Interessenten die Angebote zur Information ebenfalls ausgiebig genutzt hätten, hieß es.

Das Thema Fachkräfte brenne nahezu allen Unternehmen unter den Nägeln. „Sie benötigen Personal für alle Tätigkeiten – vom Helfer über den Facharbeiter bis hin zum Akademiker“, sagte der Schweriner IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach. Die Rückkehrertage seien eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass der Nordosten mit Städten wie Schwerin ein wunderbarer Ort zum Leben und zum Arbeiten sei. „Wir leben dort, wo andere Menschen Urlaub machen“, sagte Eisenach.

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Weiterer Heimkehrertag in Wismar

Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg nutzten den zweiten „Heimkehrertag“ in der dortigen Hochschule rund 40 Firmen und Arbeitgeber, um Stellenangebote zu unterbreiten. Die Resonanz sei gut gewesen, hieß es. Bei der Premiere in Schwerin warben am Nachmittag ebenfalls Unternehmen um rückkehrwillige Fachkräfte. Die Informationsstände im Rathaus am Markt waren dicht umlagert. Ein weiterer „Heimkehrertag“ fand in Wismar statt. In Umfragen nennen Handwerker und Unternehmer des Landes inzwischen den zunehmenden Nachwuchs- und Fachkräftemangel als größtes Problem für die weitere wirtschaftliche Entwicklung an.

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Von RND/dpa