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MV aktuell Neuer Look bei NDR-Nordmagazin: So sieht das neue Studio aus
Nachrichten MV aktuell Neuer Look bei NDR-Nordmagazin: So sieht das neue Studio aus
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07:18 30.04.2019
Das Nordmagazin-Moderatorenteam Anke Rösler und Thilo Tautz im neuen Fernsehstudio des NDR in Schwerin. Quelle: Martin Börner
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Schwerin

Sowohl die Zuschauer als auch die Moderatoren werden umdenken müssen: Das NDR-Nordmagazin kommt ab 1. Mai in einem ganz neuen Gewand daher. Nach fünfmonatigem Umbau erstrahlt das Studio im Schweriner Funkhaus jetzt in sattem Türkis.

Das werden die Zuschauer aber nicht zu sehen bekommen: Nachdem das Fernsehbild mit einem Farbfilter bearbeitet wurde, kommt am Ende ein strahlendes Himmelblau auf die Bildschirme, ergänzt durch die Sandfarbe der Möbel und grüne Farbtöne. So soll der Zuschauer erkennen: „Ich bin in Mecklenburg-Vorpommern“, hofft der NDR.

Fotos vom neuen Studios des NDR-Nordmagazins:

Das Studio des NDR-Nordmagazins wurde fünf Monate lang aufgehübscht – das ist das Ergebnis.

Ab jetzt müssen auch die Schuhe zum Kleid passen

Die größte Veränderung für die Moderatoren: Sie können sich im neuen Studio viel freier bewegen und sind dabei auch ganz zu sehen und nicht mehr wie früher meist nur ihr Oberkörper. „Ich muss dann immer darauf achten, auch die passenden Schuhe zum Kleid zu tragen“, scherzt Nachrichtensprecherin Anke Rösler. „Ich kann dann nicht mehr Jeans und Turnschuhe anhaben.“ Sie hat sich sogar eigens neu eingekleidet, damit das Outfit zum neuen Studio-Stil passt. „Mir gefällt der neue Look richtig gut. Das ist wie der Einzug in eine neue Wohnung, in der ich mich dann abends gerne mit den Zuschauern treffe.“

Video: So sieht das neue NDR-Nordmagazin aus

1,1 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Dafür wurden unter anderem die Halogenscheinwerfer durch LED-Lampen ausgetauscht. Mehr als 70 davon hängen von der Decke, um jede gewünschte Lichtstimmung kreieren zu können. Die positive Nebenwirkung: Im Studio wird es nicht mehr so heiß wie früher. Redaktionsleiter Sibrand Siegert erklärt: „Wir hatten einen dringenden Modernisierungsbedarf. Die Sehgewohnheiten der Zuschauer haben sich komplett geändert.“

8000 neue Fotos für die hochauflösenden Monitore

Dem sollen auch die beiden großen LED-Leinwände im Hintergrund entgegenkommen, die die alten kleinen Monitore ersetzen. Auf ihnen werden dann die passenden Motive zum jeweiligen Beitrag zu sehen sein. Sie zeigen ein Bild im Format 30:9, also fast doppelt so breit wie das normale Fernsehbild. Die größere ist 1,44 mal 4,80 Meter groß und hat zwei Millionen Bildpunkte (Pixel).

„Für dieses Format brauchen wir sehr hochauflösende Fotos, dafür haben wir in den letzten Monaten rund 8000 Motive zusammengetragen“, sagt Produktionsleiter Uwe Pillat. „Darunter ist das Schweriner Schloss, die Rathäuser der großen Städte in MV, Naturaufnahmen zu allen Jahreszeiten oder Symbolbilder für Polizei- oder Feuerwehrmeldungen.“ Wegen der großen und detailreichen Darstellung seien diese Bilder künftig umso wichtiger, so Siegert: „Wenn früher etwas im Hintergrund nicht richtig passte, hat sich das auch mal versendet. Das geht jetzt nicht mehr.“

Neuer Vorspann, neue Musik

Auch im Ablauf des Nordmagazins gibt es Veränderungen: „Es gibt einen neuen Vorspann mit neuer Musik, insgesamt wird die Sendung dynamischer“, sagt Siegert. Anders als bisher kündigt der Moderator oder die Moderatorin die Themen der Sendung selbst an und nicht mehr die Stimme aus dem Hintergrund. Diese übernimmt dafür die Vorstellung des Moderatorenteams. „Das ist der gleiche Sprecher wie bei NDR 1 Radio MV“, sagt Siegert. So sollen Zuschauer und Hörer eine einheitliche Stimme mit dem NDR verbinden. Die offenere Gestaltung biete auch mehr Platz für Studiogäste. Als eine der ersten kommt am 6. Mai Sängerin Annett Louisan ins neue Studio.

Während des Umbaus musste das Nordmagazin in einem provisorischen Studio im Foyer des Funkhauses produziert werden. Das war nicht immer leicht, sagt Redaktionsleiter Siegert: „Wir haben dort zunächst mit Tageslicht gearbeitet. Seit der Zeitumstellung auf Sommerzeit war es aber abends zu hell, so dass wir einen Fotohintergrund aufgestellt haben.“ Weil im Foyer viele Menschen unterwegs sind, mussten auch ungewöhnliche Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden: „Während der Sendung wurden der Aufzug und der Kaffeeautomat ausgestellt.“ Der Umbau blieb laut Pillat im geplanten Kosten- und Zeitrahmen. Vor allem die Zeit war dabei ein wichtiger Faktor: „Am 26. Mai sind Europa- und Kommunalwahlen, das wäre im provisorischen Studio schwierig geworden.“

Langjährige Moderatorin muss gehen

Vier Wochen lang konnten sich die Moderatoren an die neuen Bedingungen im Studio gewöhnen, bevor es am Mittwoch ernst wird. Auch einige Themen stehen schon fest: „Wir berichten unter anderem über die Veranstaltungen zum 1., Mai und über die Eröffnung des Filmkunstfestes MV in Schwerin“, verrät Siegert.

Nicht mehr dabei sein wird jedoch Moderatorin Sabine Kühn: Sie moderiert am Dienstag nach 15 Jahren ihr letztes Nordmagazin. Ihr Vertrag als freie Mitarbeiterin des NDR wurde nicht verlängert.

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