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MV aktuell Impfpflicht gegen Masern: Glawe ist trotz hoher Quote in MV dafür
Nachrichten MV aktuell Impfpflicht gegen Masern: Glawe ist trotz hoher Quote in MV dafür
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14:47 06.05.2019
In Deutschland wird über eine Impfpflicht gegen Masern diskutiert. (Symbolfoto) Quelle: Hauke-Christian Dittrich / dpa
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Schwerin

Trotz der vergleichsweise hohen Impfquote in Mecklenburg-Vorpommern hält Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) eine bundesweite Impfpflicht für den richtigen Weg. „Gerade in Kitas oder in Schulen ist es nötig, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Eine Impfung ist der beste Schutz für Kinder – aber auch für die Eltern, Erzieher und Lehrer“, sagte Glawe am Montag in Schwerin.

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Nach seinen Angaben sind Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die einzigen Bundesländer, in denen die für die angestrebte Masern-Eliminierung erforderliche Quote von 95 Prozent bei der zweiten Masern-Impfung erreicht wird. Seit Jahren werde dafür aber auch intensiv geworben, unter anderem im Internet mit der Kampagne „MV impft“. Zudem böten die Gesundheitsämter in Impfsprechstunden die empfohlenen Impfungen an.

Kokert: Richtiger Ansatz

Wie Glawe hatte auch CDU-Landes- und Fraktionschef Vincent Kokert die Impfpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt. Verpflichtende Impfungen für Kita- und Schulkinder seien der richtige Ansatz, um eine Renaissance der Masern zu verhindern. „Es ist nicht einzusehen, dass das Rad wieder zurückgedreht wird, weil aus zweifelhaften Motiven oder schlicht aus Gedankenlosigkeit auf den Impfschutz verzichtet wird“, sagte Kokert.

Spahn wies unterdessen Kritik an den geplanten Bußgeldern für Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Masern impfen lassen, zurück. „Es ist auch im Straßenverkehr so: Wenn Sie andere gefährden und sie werden erwischt, dann müssen Sie ein Bußgeld bezahlen“, sagte Spahn im ZDF-„Morgenmagazin“. Dass Impfgegner ihre Kinder erst recht nicht impfen ließen, wenn sie dazu verpflichtet würden, glaubt Spahn nicht. Er verwies auf die Impfpflicht gegen Pocken, die sich als Erfolg erwiesen habe.

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Frank Pfaff / dpa

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