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MV aktuell Jetzt geht’s los: Neubau der A  20 bei Tribsees beginnt
Nachrichten MV aktuell Jetzt geht’s los: Neubau der A  20 bei Tribsees beginnt
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06:41 19.08.2019
So sah das A 20-Loch bei Tribsees am Ende aus, bevor das betroffene Teilstück abgerissen wurde. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Tribsees

Darauf haben viele Autofahrer und Touristiker gewartet: Am Montag beginnt bei Tribsees der Wiederaufbau der abgerissenen A  20. Zunächst ist der kleinere, etwa 75 Meter lange Teil östlich der Trebeltalbrücke an der Reihe. Für das 800 Meter lange Stück westlich der Brücke wird das Loch für einen ersten Probepfahl gebohrt. So wollen die Straßenbauer testen, wie später die eigentlichen Pfeiler gesetzt werden müssen.

Rund 150 Millionen Euro soll die Erneuerung insgesamt kosten, die nach bisherigen Prognosen 2023 fertig werden könnte. Vor zwei Jahren war am inzwischen berühmten A 20-Loch die Trasse erst auf 100 Metern Länge abgesackt und dann regelrecht im Moor versunken.

Tourismusbranche zieht Bilanz – und lobt den Verkehrsminister

Vor allem die Tourismusbranche in Vorpommern dürfte aufatmen: Weil der Wiederaufbau der A 20 ihrer Ansicht nach zu langsam vonstattenging, hatten einige Hoteliers auf Rügen schon mit einer Blockade der Autobahn gedroht. Nun zeigt sich der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbands auf der Insel, Knut Schäfer, erleichtert: „Ich bin froh, dass sich die Situation dem Ende zuneigt und hoffe, dass sich das Thema Absenkungen damit ein für alle Mal erledigt hat.“

Schäfer lobt sogar Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD): „In Gesprächen hatte ich immer den Eindruck, dass er dem Projekt oberste Priorität einräumt und Verständnis für die Sorgen der Tourismusbranche hat.“

Das A-20-Loch in Bildern

Das A-20-Loch bei Tribsees und auch die Behelfsbrücke haben zwei Jahre lang für Negativschlagzeilen gesorgt. Nun beginnt der Wiederaufbau.

Zwar habe es auch in dieser Saison wieder die befürchteten Staus an dem Nadelöhr bei Tribsees gegeben, so Schäfer. Größere Unmutsäußerungen von Urlaubern seien ihm jedoch nicht bekannt. Dass die Übernachtungszahlen auf Rügen und der anderen großen Ferieninsel Usedom zuletzt nicht so stark gestiegen sind wie in anderen Urlaubsregionen, müsse nicht unbedingt am A 20-Loch liegen, glaubt er. „Vielleicht sollten die Zahlen auch Anlass sein, das eigene Produkt und die Qualität der Dienstleistungen auf den Prüfstand zu stellen“, rät Schäfer seinen Branchenkollegen.

Lesen Sie auch den Kommentar: Das A-20-Loch darf nicht als Sündenbock für nicht so stark gestiegene Übernachtungszahlen herhalten

Zufrieden zeigt sich auch Hartmut Kolschewski, Bürgermeister von Langsdorf. Der Ort litt besonders unter den Umleitungen vor dem Bau der Behelfsbrücke über das A 20-Loch und auch noch danach. „Wir sind alle froh, dass es endlich losgeht“, sagt Kolschewski. Denn bei Staus an der Behelfsbrücke hätten weiterhin viele Autofahrer die vermeintliche Ausweichstrecke durch Langsdorf genommen. „Es ist nicht so schlimm wie vorher, aber an vielen Wochenenden hatten wir ab Donnerstagabend durchgängig hohes Verkehrsaufkommen im Ort.“ Das habe sich erst gebessert, als die Straßenbaubehörde zusätzliche Hinweisschilder aufstellte.

ADAC fordert schnellen Wiederaufbau

ADAC-Sprecher Christian Hieff meint: „Dass die Ampeln für den Neuaufbau der A  20 jetzt auf Grün stehen, ist eine gute Nachricht für Autofahrer, Anwohner, Gewerbetreibende und die Tourismuswirtschaft.“ Das Absacken der Trasse habe noch einmal vor Augen geführt, welche wichtige Rolle die Autobahn für den Verkehr hat. „Daher ist es auch wichtig, dass Politik und Verwaltung jetzt mit Hochdruck daran arbeiten, diese Verkehrsader schnell wiederaufzubauen. Der Eifer darf auch bis zur Fertigstellung nicht nachlassen.“

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Von Axel Büssem

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