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MV aktuell Jobs in MV: Von Softwareentwickler bis Rohrschlosser
Nachrichten MV aktuell Jobs in MV: Von Softwareentwickler bis Rohrschlosser
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19:17 16.06.2019
Odai Abdmahmoud (21) informiert sich am Stand des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) bei Annett Krüger. Das DJH ist eines von 24 Unternehmen, das sich auf der Job-Messe der OZ präsentiert. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

 „Den Job des Tourismuskaufmanns kannte ich vorher gar nicht. Jetzt bin ich begeistert davon“, sagt Odai Abdmahmoud (21) freudestrahlend. Der junge Syrer, der seit drei Jahren in Deutschland lebt, ist zur Job-Messe ins OZ-Medienhaus gekommen, um noch für dieses Jahr einen Ausbildungsplatz zu finden. Und es sieht gut für ihn aus: „Odai hat eine offene Ausstrahlung und würde perfekt in unser Team passen“, schwärmt Annett Krüger vom Deutschen Jugendherbergswerk (DJH). Sie möchte den Ausbildungsvertrag mit dem jungen Mann am liebsten gleich festmachen. „Wir haben bereits einige Auszubildende mit Migrationshintergrund und sehen in Zeiten des Nachwuchsmangels in ihnen eine Chance für das Land“, erklärt Krüger.

Chancen als Neuankömmling oder Rückkehrer

Das DJH, das aktuell 16 Jugendherbergen in ganz MV führt, ist nur eines von 24 Unternehmen, das an der ersten Job-Messe der OSTSEE-ZEITUNG teilnahm. Unter dem Motto „Fachkräfte-Offensive und Karriere-Chancen“ richtete sich die Veranstaltung in erster Linie an Menschen, die den Job wechseln wollen, neue Tätigkeitsfelder suchen oder zurück nach MV kommen möchten. „Ich bin überrascht, wie viele Leute heute bei mir waren und sich darüber informiert haben, welche Chancen es gibt, wenn man nach Rostock ziehen möchte“, freut sich Anne Wilde, Leiterin des Welcome Centers für die Region Rostock, über die große Zahl an Interessenten.

Markus Vogt (35) und seine Frau Vivien (30) sind aus Hannover angereist. Das Ehepaar zieht aus familiären Gründen im September wieder nach Rostock und sucht noch neue Jobs. Markus ließ sich zum Grafiker ausbilden, arbeitete jedoch viele Jahre im Einzelhandel. Nun will er in seinen Beruf zurück. Ins Auge gefasst hat er dafür unter anderem die OSTSEE-ZEITUNG. Vivien sucht eine Führungsposition, wie die junge Frau sie bisher inne hatte. „Ich bin für alles offen“, sagt sie lächelnd.

Breitgefächerte Angebote

Auswahlmöglichkeiten bot die Job-Messe reichlich: Von verschiedenen Pflegeeinrichtungen über den Discounter Norma bis hin zum Justizministerium stellten sich die unterschiedlichsten Arbeitgeber vor. Auch Vertreter von Liebherr, der Neptun Werft, Nordbrief, dem mittelständische Unternehmen Schollglas und dem Autohaus Ferdinand Schultz Nachfolger – um nur einige zu nennen – präsentierten ihr Unternehmen und gingen auf den Fang nach Arbeitskräften. In verschiedenen, gut besuchten Vorträgen konnte man sich eingehend über die Firmen informieren. Beim Stand der Universitätsmedizin fällt auf: Hier liegen direkt etliche Stellenangebote auf dem Tisch. „Wir sind hier, um Präsenz zu zeigen. Wir suchen Fachkräfte in sämtlichen Bereichen. Der Bedarf ist wirklich groß“, berichtet Katja Voeske, Mitarbeiterin der Verwaltung.

Berufseinsteiger, Fachkräfte und Menschen mit Umschulungswunsch tummelten sich am Sonnabend, den 15. Juni, in den Räumen des OZ-Medienhauses. 24 Firmen aus der Region stellten sich vor und gingen auf Bewerberfang.

Facharbeiter werden auch auf der Neptun Werft gesucht: „Von Schiffbauern bis hin zu Rohrschlossern benötigen wir alles“, sagt Claudia Klasen, die den Stand betreut. Sie findet es klasse, dass die Job-Messe vor allem Pendler und bereits erfahrene Menschen mit dem Wunsch nach einem Job-Wechsel anspricht. Der Rostocker André Rat (33) ist einer von ihnen: „Mein Arbeitsvertrag läuft im Juli aus. 13 Jahre war ich im Call-Center tätig, nun suche ich eine andere Bürotätigkeit.“ Er empfand den Tag im OZ-Medienhaus als sehr informativ.

Ehrliches Interesse und direkte Bewerbungen

„Wir haben bisher tolle Gespräche geführt und ernsthaftes Interesse gespürt“, begeistert sich Tanja Naber, Personalleiterin der Upstalsboom Hotelresidenz in Kühlungsborn. Nach nur eineinhalb Stunden habe sie bereits fünf schriftliche Bewerbungen erhalten. Der Hotelbetrieb ist überwiegend auf der Suche nach Auszubildenden. „Wir bieten eine enorm abwechslungsreiche Ausbildung und legen viel Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung unserer Azubis“, ergänzt Daniela Gleue, die sich als Psychologin um das Wohlergehen der Belegschaft kümmern darf. Auf Augenhöhe miteinander zu arbeiten sei bei Upstalsboom ein wichtiger Teil der Firmenphilosophie.

Einige Bewerbungen konnte auch das Krankenhaus Teterow, das Teil der Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist, verbuchen. „Wir haben bisher Interessenten mit unterschiedlichsten Motiven gehabt: Sowohl Berufseinsteiger, Fachkräfte als auch Leute, die umschulen möchten“, freut sich der ärztliche Direktor Alexander Riad. Als gemeinnütziger Träger sei das DRK ein wunderbarer Arbeitgeber, der ein wertschätzendes Miteinander fördert. Riad empfindet die Weitläufigkeit der Veranstaltung als besonders positiv: „So hat man auch Platz für intime Gespräche.“

Gute Hilfe bei der Berufsorientierung

Nebenan am Stand des Justizministeriums informiert sich gerade Florens Kopplin (21). Der Wahl-Rostocker ist mit seinem Studium nicht ganz glücklich und möchte wissen, welche Alternativen er hätte. Eine Ausbildung zum Justizfachangestellten, Justizwachtmeister oder Gerichtsvollzieher wären hier denkbar. Ab August könne man sich auch wieder auf ein Studium zum Rechtspfleger bewerben. „Initiativbewerbungen kommen bei uns immer gut an“, meint Ronny Werner, der die Bildungsstätte Justizvollzug leitet. „Wir haben Bedarf, deshalb sind wir heute auch hier“, ergänzt er.

Insgesamt sei die Resonanz auf die erste Job-Messe im OZ-Medienhaus enorm gut gewesen: „Als wir um 10 Uhr die Tür öffneten, warteten schon gut 50 Menschen“, freut sich Marian Stolle, Mitarbeiter des Kundenmanagements der OZ. Überrascht ist er vor allem davon, wie viele Leute mit Bewerbungsunterlagen kamen – darunter etliche Schüler, die sich zusammen mit ihren Eltern über mögliche Job-Chancen erkundigten. Insgesamt kamen rund 1000 Besucher zur Messe. Ben Nawrotzky (16), der im kommenden Jahr seinen Realschulabschluss macht und sich gerade beim Softwareentwickler SIV.AG schlau gemacht hatte, ist einer davon. Und zuversichtlich, dass ihm die Job-Messe bei der Berufsorientierung helfen wird.

Maria Baumgärtel

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